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Diagnostischer Rechtschreibtest 3 (1997)

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9007123
 

DRT 3 (1997) - Diagnostischer Rechtschreibtest 3 (1997) (PSYNDEX Tests Review)

 

Diagnostic Orthography Test 3 (1997)/zpid
Synonym(e): DRT-3

 Müller R.
 (1997). Diagnostischer Rechtschreibtest DRT 3 (3. Auflage mit Neunormierung) [Testmappe mit "Beiheft mit Anleitung und Normentabellen - Neunormierung 1996", je einem Mustertestheft Form A + B sowie Klassenliste]. Weinheim: Beltz.

Bibliotheksstandort: Testsammlung Psychologie Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek: PT 810 (4., aktualisierte Auflage in neuer Rechtschreibung)
Preis: Euro 83,00 (Test komplett in 4., aktualisierter Auflage in neuer Rechtschreibung; Stand: 30.1.2018)

 Bezugsquelle: Testzentrale Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Herbert-Quandt-Straße 4, D-37081 Göttingen ; E-Mail: testzentrale@hogrefe.de ; URL: http://www.testzentrale.de/ ; Stand: 1.11.2018.
Anmerkung: Seit 2004 ist eine 4., aktualisierte Auflage in neuer Rechtschreibung lieferbar.
 WWW-Informationen:
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Der DRT 3 dient sowohl der quantitativen Einstufung der Rechtschreibleistung insgesamt als auch der qualitativen Analyse der gemachten Fehler. Dabei dient letztere als Ausgangspunkt für zielgerichtete Fördermaßnahmen, die vorliegenden Parallelformen wiederum ermöglichen Testwiederholungen im Sinne einer Erfolgskontrolle.


Aufbau:
Das Verfahren liegt in zwei parallelen Testformen A und B mit jeweils 44 Items vor. Dabei besteht jedes Item aus einem vom Testleiter vorzulesenden Satz, welcher im Testbogen als Lückentext dargestellt ist. Innerhalb dieses Lückentextes ist jeweils ein "kritisches" Wort von den Schülern zu ergänzen.


Grundlagen und Konstruktion:
Die Testkonstruktion beruht auf der Klassischen Testtheorie. Die aktuell vorliegende 4. Auflage des Verfahrens basiert inhaltlich und strukturell auf der Testversion von 1966, welche 1983 neu bearbeitet und 1997 neu normiert wurde. Die mit Einführung der neuen Rechtschreibung notwendig gewordenen weiteren Überarbeitungen beziehen sich lediglich auf die geänderte Rechtschreibung, wobei Änderungen nur im Testmanual nötig waren. Inhaltlich gab es keine Änderungen.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Die Kennwerte der Retestreliabilität (Parallelformen A und B; Retestintervall: 1 Woche) betrugen für den Gesamtfehler (Wortfehler) jeweils rtt = .92 sowie für die einzelnen Fehlerarten zwischen rtt = .70 (Fehlerart V/Q, zuerst Form A) und rtt = .90 (Regelfehler insgesamt, zuerst Form B). Die Kennwerte der Split-half-Reliabilität (Stichprobe der 3. Auflage) betrugen für den Gesamtfehler (Wortfehler) rtt = .95 sowie für die einzelnen Fehlerarten zwischen rtt = .79 (Fehler WT) und rtt = .95 (Regelfehler insgesamt).
Validität: Es erfolgten keine Analysen zur Überprüfung der Konstrukt- oder Kriteriumsvalidität. Der Testautor begründet dieses Vorgehen mit der "trivialen Inhaltsgültigkeit" von Leistungstests, derzufolge sich die Validitätsprüfung erübrigt, "wenn nur die betreffende Leistung zuverlässig und objektiv gemessen werden soll, nicht aber auf irgendwelche Ursachen der Leistung geschlossen wird (Müller, 2004, S. 44)." Normen: In der aktuellen 4. Auflage werden die Normwerte der 3. Auflage verwendet. Diese wurden aus einer repräsentativen Stichprobe berechnet, welche N = 2 234 Schüler, N = 103 Klassen und N = 40 Schulen aus 13 deutschen Bundesländern umfasste. Es liegen Normwerte in Form von Prozenträngen und Prozentrangbändern (Individualnormen) bzw. Prozentrangbereichen (Gruppennormen) vor. Die Normwerte werden getrennt nach Fehlerart sowie getrennt für den Einsatz des Verfahrens als Individual- oder Gruppentest aufgeführt.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Der Diagnostische Rechtschreibtest für 3. Klassen (DRT 3; 3. Auflage mit Neunormierung, Müller, 1997; 4., aktualisierte Auflage in neuer Rechtschreibung, Müller, 2004) hat eine doppelte Zielsetzung: Zum einen dient er der quantitativen Einstufung der Rechtschreibleistung. Zum anderen ermöglicht er es jedoch auch, die von einem Schüler gemachten Fehler qualitativ zu analysieren. So wird anhand des Testergebnisses nicht nur deutlich, wie viele Fehler ein Schüler macht, sondern auch welche Fehler dies sind. Dementsprechend können anhand der qualitativen Fehleranalyse die individuellen Schwächen eines Schülers identifiziert und zielgerichtete Fördermaßnahmen eingeleitet werden (Müller, 2004, S. 8 f.).
Die aktuell vorliegende 4. Auflage des Verfahrens basiert inhaltlich und strukturell auf der 1. Auflage (Müller, 1966; PSYNDEX Tests-Nr. 9000117), welche in Form der 2. Auflage (Müller, 1983a; PSYNDEX Tests-Nr. 9007122) neu bearbeitet sowie in Form der 2. und 3. Auflage jeweils neu normiert wurde (Müller, 1983a, 1997). Die mit Einführung der neuen Rechtschreibung notwendig gewordenen weiteren Überarbeitungen beziehen sich lediglich auf die geänderte Rechtschreibung, wobei Änderungen nur im Testmanual, nicht in den Testbögen, nötig waren. Inhaltlich gab es keine Änderungen (Müller, 2004, S. 5).
 

Testaufbau

Das Verfahren liegt in zwei parallelen Testformen A und B mit jeweils 44 Items vor. Dabei besteht jedes Item aus einem vom Testleiter vorzulesenden Satz, welcher im Testbogen als Lückentext dargestellt ist. Innerhalb dieses Lückentextes ist jeweils ein "kritisches" Wort von den Schülern zu ergänzen.
 

Auswertungsmodus

Je nach Zielsetzung der Testung kann der bearbeitete Testbogen entweder nur quantitativ oder zusätzlich auch qualitativ ausgewertet werden. Zur quantitativen Auswertung wird zunächst der Gesamtrohwert (Wortfehler) bestimmt, welcher mit der Anzahl der insgesamt gemachten Fehler gleichzusetzen ist. Der korrespondierende Normwert kann anschließend im Testmanual (Müller, 2004, S. 58 ff.) nachgeschlagen werden. Die qualitative Auswertung erfolgt nach dem gleichen Prinzip, wenngleich die Fehler hier nach Fehlerart (Wahrnehmungsfehler, Merkfehler, Regelfehler) unterschieden werden müssen. Zur Unterscheidung der Fehler liegen im Testmanual ein Auswertungsschlüssel (Müller, 2004, S. 66 ff.) sowie weitere Informationen (Müller, 2004, S. 16 ff.) vor.
 

Auswertungshilfen

Für eine vereinfachte qualitative Fehleranalyse können eine Auswertungsschablone sowie der im Anhang des Testmanuals (Müller, 2004, S. 66 ff.) abgedruckte Auswertungsschlüssel genutzt werden. Die resultierenden Ergebnisse können auf dem ersten Blatt des Testbogens in einem Profil grafisch dargestellt und damit Dritten (z. B. Eltern) veranschaulicht werden.
 

Auswertungszeit

Die Auswertungszeit ist in erster Linie abhängig vom Umfang der Auswertung: Für die rein quantitative Auswertung werden etwa 2 bis 3 Minuten benötigt, für die qualitative Auswertung zusätzlich zwischen 5 bis 8 Minuten. Letztere kann bei unerfahrenen Testleitern jedoch durchaus länger dauern.
 

Itembeispiele

Anmerkung: Im Folgenden werden die jeweils ersten Items der beiden Testformen A und B dargestellt.
Item 1 (Form A), (schnell): Laufe nicht so ____ über den Damm (p = .91).
Item 1 (Form B), (schreibt): Karl ____ einen Brief (p = .91).
 

Durchführung

 

Testformen

Der DRT 3 liegt in zwei parallelen Testformen A und B vor und kann sowohl als Individual- als auch als Gruppentest eingesetzt werden. Mithilfe der Parallelformen kann der Test in relativ kurzen Zeitabständen wiederholt werden, ohne mit Übungseffekten rechnen zu müssen. So kann bspw. der Erfolg durchgeführter Fördermaßnahmen überprüft werden.
 

Altersbereiche

Das Verfahren kann bei Schülern der 3. Klasse eingesetzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Testanwendung in den letzten vier Monaten der 3. Klasse oder aber in den ersten drei Monaten der 4. Klasse erfolgen muss, da nur für diese Zeiträume entsprechende Normwerte vorliegen.
 

Durchführungszeit

Zur Testdurchführung sind etwa 25 bis 45 Minuten zu veranschlagen.
 

Material

Das Material ist vollständig in der Testmappe enthalten. Zur Durchführung wird darüber hinaus lediglich ein Stift benötigt.

Materialliste Testmappe (Stand: 31.10.2017):
- Manual
- je 10 Testhefte Form A und B
- 5 Klassenlisten Form A/B
- Auswertungsschablone.
 

Instruktion

Die Instruktionen sind standardisiert und im Testmanual abgedruckt (Müller, 2004, S. 11). Sie sollten vom Testleiter entweder vorgelesen oder möglichst wortgetreu wiedergegeben werden.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Es bestehen keine spezifischen Durchführungsvoraussetzungen. Es sollte jedoch selbstverständlich sein, für eine möglichst ruhige und angenehme Atmosphäre während der Bearbeitung zu sorgen. Dies gilt insbesondere bei der Durchführung des Verfahrens als Gruppentest.
Bei der Planung des Testeinsatzes sollte berücksichtigt werden, dass dieser nur in den letzten vier Monaten des 3. Schuljahres bzw. den ersten drei Monaten des 4. Schuljahres möglich ist, da nur für diese Zeiträume entsprechende Normwerte vorliegen (Müller, 2004, S. 10).
 

Testkonstruktion

Die Testkonstruktion beruht auf der Klassischen Testtheorie. Im Vorfeld der letzten Neubearbeitung (Müller, 1983a) wurden mehrere Itemanalysen durchgeführt. Ziel dabei war es, insbesondere die Fehleranalyse reliabler zu gestalten. In zwei Schritten (N1 = 669, 29 Klassen; N2 = 422, 17 Klassen) wurden die insgesamt 88 Items der 1. Auflage (Müller, 1966) zusammen mit 36 neuen Wörtern im Hinblick auf Itemschwierigkeit und Trennschärfe untersucht und entsprechend der resultierenden Kennwerte neu zusammengestellt. Die finale Testversion mit jeweils 44 Items pro Parallelform wurde anschließend in einer Pilottestung an allen Schülern der dritten Klassen in Berlin-Wilmersdorf (N = 791, 32 Klassen) getestet. Die Itemschwierigkeiten betrugen zwischen p = 65.8 und p = 94.4, die Trennschärfen zwischen rit = .59 und rit = .92 (Müller, 2004, S. 36 ff.).
Zur Prüfung der Äquivalenz der beiden Parallelformen wurden Daten von Schülern verwendet, die beide sowohl Form A als auch Form B bearbeiteten (N = 204; Müller, 2004, S. 43 f.). Die statistische Berechnung erfolgte anhand der Formel von Wilks (Lienert, 1969). Es zeigten sich signifikante Abweichungen in Bezug auf die Fehlerarten A (Ableitungsfehler) und V/Q (Falschschreibung von v und qu) bei Testform B sowie in Bezug auf Fehlerart D (Dehnung/Dopplung) bei Testform A. Kritische Items wurden im Anschluss ausgetauscht.
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Aufgrund der standardisierten Instruktionen sowie der vorliegenden Normwerte und Interpretationshilfen (Müller, 2004, S. 32 ff.) liegen sowohl Durchführungs- als auch Interpretationsobjektivität vor. Hingegen hängt die Auswertungsobjektivität von der Art der Auswertung ab: So ist zwar die quantitative, nicht aber die qualitative Auswertung objektiv. Wenngleich die Hinweise zur korrekten Fehleranalyse im Testmanual (Müller, 2004, S. 16 ff.) sowie der vorhandene Auswertungsschlüssel (S. 66 ff.) zur Objektivierung der qualitativen Auswertung beitragen, wird diese dennoch durch die Vielzahl potenzieller Fehler eingeschränkt.
 

Reliabilität

Zur Überprüfung der Reliabilität wurden sowohl für die quantitative als auch für die qualitative Auswertung Retestreliabilitäten und Split-half-Reliabilitäten (odd-even, Spearman-Brown) berechnet.
Die Bestimmung der Retestreliabilitäten (Retestintervall: 1 Woche) erfolgte auf der Grundlage der beiden Parallelformen A und B, wobei die Reihenfolge der Testbearbeitung (zuerst Form A und dann Form B oder zuerst Form B und dann Form A) berücksichtigt wurde. n = 179 Schüler bearbeiteten zuerst Form A bzw. n = 102 Schüler zuerst Form B. Die Kennwerte betrugen für den Gesamtfehler (Wortfehler) jeweils rtt = .92 sowie für die einzelnen Fehlerarten zwischen rtt = .70 (Fehler V/Q, Falschschreibung von v und qu; zuerst Form A) und rtt = .90 (Regelfehler insgesamt, zuerst Form B). Diese hohe Stabilität bedeutet, dass sich die Reihenfolge der Testleistungen kaum geändert hat und dies heißt wiederum, dass keine spezifischen Fehlereffekte vorliegen.
Während die Retestreliabilitäten anhand der aktuellen Auflage des DRT 3 ermittelt wurden, basieren die Split-half-Reliabilitäten auf Daten vorhergehender Auflagen. Hierzu bearbeiteten n = 160 Schüler die 2. Auflage und n = 200 Schüler die 3. Auflage des DRT 3 (Müller, 1983a, 1997). Die Kennwerte betrugen für den Gesamtfehler (Wortfehler) jeweils rtt = .95 sowie für die einzelnen Fehlerarten zwischen rtt = .77 (Fehler D, Dehnung/Dopplung) und rtt = .96 (Wahrnehmungsfehler insgesamt).
Um darüber hinaus Aussagen zur Stabilität der Testergebnisse treffen zu können, wurden die Testleistungen von Schülern im DRT 2 (Müller, 1983b) mit den Ergebnissen der gleichen Schüler im DRT 3 (Müller, 1983a) korreliert (Testintervall: 1 Jahr). Auf diese Weise sollte deutlich werden, inwiefern sich die Rechtschreibleistung und dabei insbesondere die Fehler der Schüler nach einem Jahr veränderten. Die Zusammenhänge betrugen zwischen r = .60 (Regelfehler, Jungen) und r = .76 (Wortfehler - Gesamtfehler, Mädchen).
 

Validität

Es erfolgten keine Analysen zur Überprüfung der Konstrukt- oder Kriteriumsvalidität. Der Testautor begründet dieses Vorgehen mit der "trivialen Inhaltsgültigkeit" von Leistungstests, derzufolge sich die Validitätsprüfung erübrige, "wenn nur die betreffende Leistung zuverlässig und objektiv gemessen werden soll, nicht aber auf irgendwelche Ursachen der Leistung geschlossen wird" (Müller, 2004, S. 44). Lediglich Korrelationen zwischen Testergebnis und Lehrerurteil (Noten) wurden berechnet (n = 156 Klassen). Die entsprechenden Kennwerte betrugen im Mittel r = .78 (Range: r = .48-.97).
 

Normierung

In der aktuellen 4. Auflage (Müller, 2004) werden weiterhin die Normwerte der 3. Auflage (Müller, 1997) verwendet. Diese wurden aus einer repräsentativen Stichprobe berechnet, welche N = 2 234 Schüler, N = 103 Klassen und N = 40 Schulen aus 13 deutschen Bundesländern umfasste. Bis auf Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein waren alle Bundesländer vertreten.
Es liegen Normwerte in Form von Prozenträngen und Prozentrangbändern (Individualnormen) bzw. Prozentrangbereichen (Gruppennormen) vor (Müller, 2004, S. 58 ff.). Die Normwerte werden getrennt nach Fehlerart (Fehler insgesamt, Wahrnehmungsfehler, Merkfehler, Regelfehler) sowie getrennt für den Einsatz des Verfahrens als Individual- oder Gruppentest aufgeführt.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Entsprechend der diagnostischen Zielsetzung des DRT 3 kann dieser sowohl zur quantitativen Einstufung der Rechtschreibleistungen insgesamt als auch zur qualitativen Analyse der gemachten Fehler eingesetzt werden. Dabei dient letztere als Ausgangspunkt für zielgerichtete Fördermaßnahmen, die vorliegenden Parallelformen wiederum ermöglichen Testwiederholungen im Sinne einer Erfolgskontrolle.
Das Verfahren kann als Gruppentest in Grund- und Sonderschulen sowie als Individualtest, u. a. im Rahmen klinisch-psychologischer Testungen (z. B. zur Legasthenie- oder Schulleistungsdiagnostik) eingesetzt werden.
 

Bewertung

Mit der 3. bzw. 4. Auflage des Deutschen Rechtschreibtests für 3. Klassen (DRT 3) liegt dieses etablierte Verfahren in aktualisierter, neu normierter Form vor. Dabei bezieht sich die letzte Überarbeitung (= 4., aktualisierte Auflage) lediglich auf die im Zuge der Rechtschreibreform notwendig gewordenen Änderungen, so dass diese als minimal zu bezeichnen sind.
Wie bereits bei den Vorgängerversionen können auch mithilfe der aktuellen Auflage des DRT 3 Rechtschreibleistungen sowohl quantitativ als auch qualitativ beurteilt werden. Insbesondere die qualitative Auswertungsmöglichkeit verspricht hier, Ansatzpunkte für individuelle Fördermaßnahmen zu bieten. Das Verfahren verfügt über Durchführungs- und Interpretationsobjektivität. Die Auswertungsobjektivität hingegen hängt davon ab, ob die Testergebnisse lediglich quantitativ oder auch qualitativ ausgewertet werden. Die Reliabilitätskennwerte sind mit Kennwerten zwischen rtt = .92 (Retestreliabilität) und r = .95 (Split-half-Reliabilität) insgesamt als sehr zufriedenstellend zu bewerten. Hinsichtlich der Validität hingegen wären ergänzende Untersuchungen wünschenswert. Trotz der vorliegenden Augenscheinvalidität sollte diese doch auch durch empirische Ergebnisse belegt werden können. Der im Rahmen der 3. Auflage erfolgten Neunormierung liegt eine sowohl repräsentative als auch hinreichend große Stichprobe zugrunde. Dennoch ist auch diese mittlerweile schon 20 Jahre alt und sollte in absehbarer Zeit aktualisiert werden.
 

Literatur

  • Lienert, G. A. (1969). Testaufbau und Testanalyse (3., durch einen Anhang über Faktorenanalyse ergänzte Auflage). Weinheim: Beltz.
  • Müller, R. (1966). DRT 3. Diagnostischer Rechtschreibtest für 3. Klassen. Göttingen: Hogrefe.
  • Müller, R. (1983a). DRT 3. Diagnostischer Rechtschreibtest für 3. Klassen (2., völlig neu bearbeitete Auflage mit Neunormierung). Göttingen: Hogrefe.
  • Müller, R. (1983b). Diagnostischer Rechtschreibtest DRT 2. Leistungstest für 2. Klassen (2., völlig neu bearbeitete Auflage). Weinheim: Beltz.
  • Müller, R. (1997). DRT 3. Diagnostischer Rechtschreibtest für 3. Klassen (3. Auflage mit Neunormierung). Weinheim: Beltz.
  • Müller, R. (2004). DRT 3. Diagnostischer Rechtschreibtest für 3. Klassen (4., aktualisierte Auflage in neuer Rechtschreibung). Göttingen: Beltz.
 

Rezensionen

  • Niedermann, A. (2003). Förderdiagnostische Hilfsmittel zum Mathematik- und Schriftspracherwerb. Eine kommentierte Übersicht (S. 110-113: Diagnostischer Rechtschreibtest DRT 3; Müller 1997). Luzern: Edition SZH/CSPS.
 
 Jennifer Schroth (01.01.2018)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Educational Measurement; Test Norms; Error Analysis; Elementary School Students; Remedial Education; Orthography; Dyslexia; Verbal Ability

Klassische Testtheorie; Pädagogisches Testen; Testnormen; Fehleranalyse; Grundschüler; Förderunterricht; Orthographie; Legasthenie; Sprachliche Fähigkeit

 weitere Schlagworte:

1966 (1. Auflage); 1983 (2., völlig neu bearbeitete Auflage mit Neunormierung); 1997 (3. Auflage mit Neunormierung); 2004 (4., aktualisierte Auflage in neuer Rechtschreibung); Parallelformen; Lückentests; ab 3. Schuljahr; bis 4. Schuljahr; Normierungs-/Untersuchungsjahr: 1996; Stichprobe(n): 2234
 Klassifikation:

Pädagogische Messung und Beurteilung; Lernen und Leistung
Rechtschreibtests
6.2.2
 Anwendungstyp: Educational Diagnosis, Remedial Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Test in Print (90; 911)
 Sprache: German
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 1997
 Änderungsdatum: 201801
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