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Internationale Klassifikation Psychischer Störungen ICD-10 Kapitel V (F)

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9003144
 

ICD-10 - Internationale Klassifikation Psychischer Störungen ICD-10 Kapitel V (F) (PSYNDEX Tests Review)

 

Tenth Revision of the International Classification of Diseases, Chapter V (F): Mental and Behavioral Disorders - German version/author

 Weltgesundheitsorganisation, Dilling, H., Mombour, W. & Schmidt, M.H. (Hrsg.).
 (1991). Internationale Klassifikation psychischer Störungen. ICD-10 Kapitel V (F) Klinisch-diagnostische Leitlinien. Bern: Huber.

ISBN: 3-456-84124-8 (5., durchgesehene und ergänzte Auflage 2005)

 Bezugsquelle: Testzentrale Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Herbert-Quandt-Straße 4, D-37081 Göttingen ; E-Mail: testzentrale@hogrefe.de ; URL: http://www.testzentrale.de/ ; Stand: 1.5.2019.
Anmerkung: Inzwischen erschienen verschiedene Neuauflagen (Weltgesundheitsorganisation et al., 2005 f.). Außerdem wurde eine Reihe von Publikationen zur ICD-10 publiziert, unter anderem eine CD-ROM mit der vollständigen Klassifikation (Bezug über Testzentrale). Der Falk Diagnosenfinder zur ICD-10-SGBV (Dischler, 2001) enthält auf einer CD-ROM das vollständige systematische Verzeichnis der ICD-10-SGBV (herausgegeben vom DIMDI) wie auch den ICD-10-Diagnosenthesaurus (herausgegeben vom Zentralinstitut der kassenärztlichen Bundesvereinigung) (Bezug über Dr. Falk Pharma GmbH, Leinenweberstraße 5, 79108 Freiburg; E-Mail: zentrale@drfalkpharma.de). Die vorläufige Fassung der ICD-10-GM ("German Modification") wurde 2015 auf der Homepage des DIMDI veröffentlicht.

 Adresse(n): o Prof. Dr. Dr. Martin H. Schmidt, Emeritus, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Quadrat 35, Postfach 122120, D-68072 Mannheim ; E-Mail: schmidt@zi-mannheim.de ; Stand: 02.08.2012
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Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Mit dem vorliegenden Klassifikationssystem der WHO erfolgte eine weitgehende Anpassung des ICD an das Diagnostische und Statistische Manual fuer Psychische Stoerungen (DSM) der American Psychiatric Association. Psychische Stoerungen und Verhaltensstoerungen sowohl des Erwachsenenalters als auch der Kindheit und Jugend koennen mit den operationalen Kriterien der ICD-10 reliabel klassifiziert werden. Darueber hinaus umfasst auch die ICD in der zehnten Revision ein multiaxiales System, das aus drei Achsen besteht. Auf Achse Ia werden psychiatrische Diagnosen nach Kapitel V (F), auf Achse Ib somatische Diagnosen nach den anderen ICD-10-Kapiteln gestellt. Soziale Funktionseinschraenkungen sind auf Achse II, umgebungs- und situationsabhaengige Einfluesse sowie Probleme der Lebensfuehrung und Lebensbewaeltigung auf Achse III zu kodieren. Es liegt eine ICD-Version fuer den klinischen Gebrauch sowie eine restriktivere Version fuer den Einsatz im Rahmen von Forschungsfragestellungen vor.


Aufbau:
Die beiden Hauptbestandteile der ICD-10, die klinisch-diagnostischen Leitlinien (KDL) und die Forschungskriterien (FK), bestehen aus jeweils 10 Abschnitten: (F0) Organische, einschliesslich symptomatischer psychischer Stoerungen; (F1) Psychische und Verhaltensstoerungen durch psychotrope Substanzen; (F2) Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Stoerungen; (F3) Affektive Stoerungen; (F4) Neurotische, Belastungs- und Somatoforme Stoerungen; (F5) Verhaltensauffaelligkeiten mit koerperlichen Stoerungen oder Faktoren; (F6) Persoenlichkeits- und Verhaltensstoerungen; (F7) Intelligenzminderung; (F8) Entwicklungsstoerungen; (F9) Verhaltens- und emotionale Stoerungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend. In den KDL werden zu den einzelnen Stoerungen klinische Charakteristika, Anzahl und Gewichtung der Symptome, die zur Stellung einer sicheren Diagnose benoetigt werden, Differentialdiagnosen und dazugehoerige Begriffe beschrieben. In den Forschungskriterien werden diagnostischen Kriterien im engeren Sinne aufgefuehrt.


Grundlagen und Konstruktion:
Ausgehend von der Unzufriedenheit mit frueheren ICD-Versionen und der positiven Aufnahme des DSM-III bzw. DSM-III-R erfolgte in der 10. Revision der ICD eine weitgehende Anpassung an das DSM. Die ICD-10 wurde von der WHO in Zusammenarbeit mit der ADAMHA entwickelt und ist bindend fuer die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Sowohl zu den klinisch-diagnostischen Leitlinien als auch zu den Forschungskriterien wurden multizentrische Feldstudien der WHO durchgefuehrt. Im deutschsprachigen Raum nahmen an der WHO-KDL-Studie (1988-1990) 134 Kliniker aus 10 psychiatrischen Institutionen teil. Im Rahmen der WHO-FK-Studie gaben 452 Rater aus 34 Zentren Ratings zu n = 39 Fallberichten ab (Videoaufnahmen, schriftliche Anamnesen; Diagnosen F0 bis F9).
Reliabilitaet: In der KDL-Studie ergab sich eine prozentuale Uebereinstimmung von 54% (Kappa = .51) fuer dreistellige Diagnosen sowie von 41% (Kappa = .39) fuer vierstellige Diagnosen. In der FK-Studie wurde ein Kappa fuer alle Ratings (dreistellige Diagnosen) von .72 berechnet. Die diagnostische Uebereinstimmung zwischen den Ratern der WHO-Studien fiel auf der Ebene der zweistelligen Diagnosen somit fuer die restriktiver formulierten FK deutlich besser aus als fuer die KDL. Die berichteten Interraterreliabilitaeten liegen fuer einen Grossteil der Stoerungen im zufriedenstellenden Bereich.
Validitaet: Bei einer Gegenueberstellung von CIDI/DSM-III-R und CIDI/ICD-10 (n = 470) wurden vergleichbare Praevalenzraten fuer irgendeine affektive Stoerung, irgendeine Angststoerung sowie die Kombination von Affektiven Stoerungen und Angststoerungen gefunden. Mit ICD-10 wurden jedoch mehr Faelle von affektiven Stoerungen und weniger Faelle von Angststoerungen identifiziert als mit DSM-III-R. Zwischen der korrespondierenden ICD-10 Achse II und der DSM-III-R-Achse "Global Assessment of Functioning" konnten hohe Korrelationen nachgewiesen werden.
Normen: Eine Normierung liegt nicht vor.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Mit dem vorliegenden Klassifikationssystem liegt die zehnte Revision der "International Classification of Diseases" vor (ICD-10, World Health Organization, 1993; deutsch: Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, Deutsches Institut fuer Medizinische Dokumentation und Information, 1994). Das Kapitel V der psychischen Stoerungen und der Verhaltensstoerungen (Dilling, Mombour & Schmidt, 1991) ist eingebettet in dieses Gesamtsystem. In der Revision der ICD, die in enger Zusammenarbeit von WHO und ADAMHA (Alcohol, Drug Abuse and Mental Health Administration) erarbeitet wurde, erfolgte eine weitgehende Anpassung an das Diagnostische und Statistische Manual fuer Psychische Stoerungen (DSM-III-R; American Psychiatric Association, 1987). Stroemgren (1989, S. 55) weist auf die unterschiedlichen Zielsetzungen der beiden Klassifikationssysteme ICD und DSM hin: Waehrend DSM an den Forderungen der amerikanischen Psychiatrie orientiert ist, ist die ICD den Anforderungen aller Laender der Vereinten Nationen verpflichtet. So stellt das ICD-10 auch Dilling et al. (1991, S. 12) zufolge "einen Kompromiss zwischen den Erfordernissen verschiedener Sprach- und Kulturraeume" dar. Zusaetzlich bildet die psychiatrische Klassifikation nur ein Kapitel des gesamten ICD-Systems, so dass auch hier bindende Prinzipien vorliegen.
Zahlreiche Veroeffentlichungen beschaeftigen sich mit den Veraenderungen, die von der ICD-9 zur ICD-10 erfolgten (vgl. u.a. Dilling & Freyberger, 1994; Freyberger, 1994). Die wesentliche Neuerungen sind im Ueberblick folgende:
(1) Bei der Formulierung von operationalisierten diagnostischen Kriterien auf Symptom- und Syndromebene wurden Zeit- und Verlaufskriterien, Ein- und Ausschlusskriterien fuer jede diagnostische Klasse sowie die Unterteilung in Schweregrade beruecksichtigt.
(2) Die Beruecksichtigung des Komorbiditaetsprinzips fuehrt dazu, dass mehrere Diagnosen vergeben werden, die das gesamte Symptomspektrum des Patienten/Probanden abdecken sollen. Als Hauptdiagnose gilt die Diagnose, die "aktuell die groesste klinische Bedeutung aufweist" (Schneider & Freyberger, 1994, S. 271).
(3) Die Einfuehrung einer multiaxialen Kodierung, die neben der Syndromdiagnostik auch soziale Funktionseinschraenkungen sowie umgebungs- und situationsabhaengige Einfluesse umfasst (vgl. Siebel et al., 1997, S. 233).
(4) Auf eine theoriegeleitete Diagnostik wird weitestgehend verzichtet. Dies fuehrt zur Aufgabe der Konzepte "Neurose" und "Psychose". Die Verwendung der Begriffe "neurotisch" und "psychotisch" erfolgt im ICD-10 lediglich deskriptiv und impliziert keine Aussagen ueber zugrundeliegende psychodynamische Mechanismen.
(5) Auf den Begriff "Krankheit" wird zugunsten der Bezeichnung "Stoerung" verzichtet. Auch der Begriff "psychogen" wird aufgrund "seiner unterschiedlichen Bedeutung in verschiedenen Sprachen und psychiatrischen Schulen" (Dilling et al., 1991, S. 19) weitgehend vermieden.
(6) Gegenueber der Kodierung im ICD-9 mit 30 Hauptkategorien stellt das ICD-10 eine betraechtliche Erweiterung der Anzahl moeglicher Diagnosen zur Verfuegung. Die neue vier- bzw. fuenfstellige alphanumerische Kodierung mit 100 Hauptkategorien ermoeglicht insgesamt 1000 Diagnosemoeglichkeiten, von denen bislang weniger als ein Drittel belegt sind.

Die ICD-10 stellt eine "Familie von Instrumenten" dar (Dilling, 1993, S. 19), deren verschiedene Komponenten abhaengig vom Verwendungszweck eingesetzt werden:
(1) Die klinisch-diagnostischen Leitlinien (KDL) des Kapitel V (F) bilden das Kernstueck des Klassifikationssystems und sind fuer den allgemeinen Gebrauch in der Klinik, in Gesundheitsdiensten und in der Ausbildung angelegt.
(2) Die ICD-10-Forschungskriterien (FK; Dilling, Mombour, Schmidt & Schulte-Markwort, 1994) sind fuer den wissenschaftlichen Gebrauch bestimmt und enthalten im Vergleich zu den KDL deutlich striktere diagnostische Kriterien. Dies dient der staerkeren Stichprobenhomogenisierung. Im Anhang sind zusaetzlich Stoerungen aufgefuehrt, die einer weiteren wissenschaftlichen Validierung beduerfen (z.B. saisonale affektive Stoerung; narzisstische Persoenlichkeitsstoerung).
(3) Das Glossar mit relevanten und psychopathologischen Begriffen ergaenzt die klinisch-diagnostischen Leitlinien und die Forschungskriterien.
(4) Das Fallbuch Psychiatrie (Freyberger & Dilling, 1993) enthaelt Kasuistiken zum Kapitel V der ICD-10. Kliniker koennen sich anhand von Fallbeispielen mit den Veraenderungen in den diagnostischen Konzepten vertraut machen.
(5) Ein "Leitfaden zur Diagnostik und Therapie in der Primaerversorgung" (Muessigbrodt, Kleinschmidt, Schuermann, Freyberger & Dilling, 1996) enthaelt kompakte Kennzeichnungen der wichtigsten diagnostischen Kategorien inklusive therapeutischer Empfehlungen.
 

Testaufbau

Fuer ICD-10 wurde ein alphanumerisches vier- bzw. fuenfstelliges Kodierungsschema gewaehlt. Psychische Stoerungen und Verhaltensstoerungen werden in Kapitel V behandelt, den Diagnosen ist der Buchstabe "F" vorangestellt (F0 bis F9). Klinisch-diagnostische Leitlinien (KDL) und Forschungskriterien (FK) entsprechen sich in ihrem Aufbau weitgehend, die beiden ICD-Bestandteile werden im folgenden gemeinsam beschrieben.
Die Hauptkategorien der KDL werden durch einen Ueberblick ueber saemtliche enthaltenen Diagnosen eingeleitet. Neben den wesentlichsten klinischen Charakteristika werden Anzahl und Gewichtung der Symptome beschrieben, die zur Stellung einer sicheren Diagnose benoetigt werden. Differentialdiagnosen und dazugehoerige Begriffe ergaenzen die Beschreibung der einzelnen Stoerungen. In den KDL werden jedoch keine diagnostischen Kriterien im engeren Sinne aufgefuehrt; die diagnostischen Leitlinien lassen dem Diagnostiker somit einen grossen Spielraum (vgl. Freyberger & Muhs, 1993, S. 47). In den Forschungskriterien dagegen sind mit wenigen Ausnahmen diagnostische Kriterien angegeben. Sowohl klinisch-diagnostische Leitlinien als auch Forschungskriterien sind in folgende 10 Abschnitte eingeteilt:
F0 - Organische, einschliesslich symptomatischer psychischer Stoerungen: In diesem Abschnitt sind alle Stoerungen klassifiziert, die einer eindeutig organischen Ursache zuzuordnen sind.
F1 - Psychische und Verhaltensstoerungen durch psychotrope Substanzen: Alle Stoerungen, die durch den Gebrauch psychotroper Substanzen bedingt sind, werden unabhaengig von ihrem Schweregrad in Abschnitt F1 erfasst. Die verwendete Substanz ist in der dritten Stelle, die psychopathologischen Syndrome sind in der vierten und fuenften Stelle kodiert.
F2 - Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Stoerungen: Dieser Abschnitt wurde im Vergleich mit der ICD-9 stark erweitert. Neue Kategorien, z.B. "Undifferenzierte Schizophrenie", "Postschizophrene Depression" und "Schizotype Stoerung", wurden eingefuehrt.
F3 - Affektive Stoerungen: Im Abschnitt F3 werden alle affektiven Stoerungen (inklusive psychotischer Stoerungen) kodiert. Neurotische und endogene Depression werden nicht mehr unterschieden.
F4 - Neurotische, Belastungs- und somatoforme Stoerungen: Aufgrund der "historischen Verknuepfung mit dem Neurosen-Konzept" (Dilling et al., 1991, S. 18) werden neurotische, Belastungs- und somatoforme Stoerungen gemeinsam in F4 klassifiziert.
F5 - Verhaltensauffaelligkeiten mit koerperlichen Stoerungen oder Faktoren: In diesem Abschnitt werden insbesondere Essstoerungen, nicht-organische Schlafstoerungen und sexuelle Funktionsstoerungen kodiert. Im engeren Sinne psychosomatische Stoerungen (z.B. Asthma bronchiale, Colitis ulcerosa) werden nicht im Kapitel V (F), sondern im Kapitel der internistischen Erkrankungen erfasst (Dilling & Freyberger, 1994, S. 119).
F6 - Persoenlichkeits- und Verhaltensstoerungen: Der Abschnitt F6 wurde grundlegend ueberarbeitet. Neu eingefuehrt wurden die aengstliche (F60.6) und die emotional instabile Persoenlichkeitsstoerung (F60.3; impulsiver Typus F60.30; Borderline-Typus F60.31). Ebenfalls neu im Abschnitt F6 sind die artifizielle Stoerung (F68.1) sowie pathologisches Spielen (F63.0), Stehlen (F63.2) und Brandstiftung (F63.1). Im Bereich der Geschlechtsidentitaetsstoerung und Stoerungen der sexuellen Praeferenz entfaellt die diskriminierende Diagnose Homosexualitaet, die sexuelle Orientierung eines Probanden bzw. Patienten kann jedoch weiterhin mit der fuenften Stelle kodiert werden.
F7 - Intelligenzminderung: Die Intelligenzminderungen sind in vier Schweregraden (leicht bis schwerst) zu klassifizieren. Die operationalen diagnostischen Kriterien basieren auf dem IQ und dem Intelligenzalter.
F8 - Entwicklungsstoerungen: Etwa 50 Stoerungen, die nur in Kindheit und Jugend beginnen koennen, sind in den Abschnitten F8 und F9 klassifiziert. Stoerungen, die Personen jeden Alters und ggf. auch Kinder und Jugendliche betreffen, werden in anderen Abschnitten kodiert (z.B. F50 Essstoerungen). Die Entwicklungsstoerungen wurden aufgrund der Gemeinsamkeiten (enge Verbindung beeintraechtigter Funktionen mit der Reifung des ZNS; gleichmaessiger Verlauf; Beteiligung genetischer Faktoren) zusammengefasst.
F9 - Verhaltens- und emotionale Stoerungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend: Neue Kategorien in diesem Abschnitt sind z.B. "auf den familiaeren Rahmen beschraenkte Stoerungen des Sozialverhaltens".
F99 - Nicht naeher bezeichnete psychische Stoerungen: Es handelt sich um eine nicht-empfohlene Restkategorie, die nur zu verwenden ist, wenn keine andere Kodierung des Kapitels V (F00-F98) in Frage kommt.
Im Anhang der Forschungskriterien sind neben den Stoerungen, die weiterer Validierung beduerfen, auch kulturspezifische Stoerungen aufgefuehrt (Dilling et al., 1994, S. 210-221), die als "lokale Variationen von Angst-, depressiven und somatoformen Stoerungen oder Anpassungsstoerungen" (Dilling et al., 1991, S. 29) aufgefasst werden.
Sind die in den KDL beschriebenen Voraussetzungen erfuellt, kann die Diagnose "sicher" gestellt werden. Bei teilweiser Erfuellung der Voraussetzungen kann die Diagnose mit dem Zusatz "vorlaeufig" (weitere Informationen moeglich) bzw. "Verdacht auf" (keine weiteren Informationen moeglich) gestellt werden. Es sollten so viele Diagnosen verschluesselt werden, wie zur Beschreibung des gesamten klinischen Bildes notwendig sind.

Das multiaxiale System der ICD-10 besteht aus drei Achsen (Siebel et al., 1997, S. 233):
Achse I: Syndromebene (ICD-10, Achse Ia: Psychiatrische Diagnosen nach Kapitel V (F); Achse Ib: Somatische Diagnosen nach den anderen ICD-10-Kapiteln).
Achse II: Soziale Funktionseinschraenkungen (Kurzfassung der WHO Disability Diagnostic Scale (WHO DDS); Globaleinschaetzung und Subskalen: Selbstfuersorge und Alltagsbewaeltigung, Berufliche Funktionsfaehigkeit, Familiaere Funktionsfaehigkeit, Funktionsfaehigkeit in anderen sozialen Rollen und Aktivitaeten).
Achse III: Umgebungs- und situationsabhaengige Einfluesse; Probleme der Lebensfuehrung und Lebensbewaeltigung. Es wurden 85 vierstellige Z-Kategorien (in 11 Untergruppen) aus dem Kapitel XXI der ICD-10 ausgewaehlt, die spezifische Belastungen darstellen. Wird Erscheinungsbild, Behandlung, Verlauf oder Prognose der Erkrankung eines Patienten durch diese Kategorien beeinflusst, koennen bis zu 10 Kategorien angegeben werden.
 

Auswertungshilfen

Auf Auswertungshilfen im Sinne von Uebungen zum Umgang mit den ICD-10 wurde bereits hingewiesen. Vom Deutschen Aerzte-Verlag wird ein Verschluesselungssystem mit graphischer Benutzeroberflaeche "ICD-10 professional 1.0" angeboten (Deutscher Aerzte-Verlag, Postfach 400265, D-50832 Koeln).
 

Auswertungszeit

Keine Angaben.
 

Itembeispiele

Aus den Klinisch-diagnostischen Leitlinien (Dilling et al., 1991, S. 188-189): F50.2 Bulimia Nervosa
Die Bulimia nervosa (Bulimie) ist durch wiederholte Anfaelle von Heisshunger (Essattacken) und einer uebertriebenen Beschaeftigung mit der Kontrolle des Koerpergewichts charakterisiert. Dies veranlasst die Patientin, mit extremen Massnahmen den dickmachenden Effekt der zugefuehrten Nahrung zu mildern. Der Terminus bezieht sich nur auf die Form der Stoerung, die psychopathologisch mit der Anorexia nervosa vergleichbar ist. Die Alters- und Geschlechtsverteilung aehnelt der Anorexia nervosa, das Alter bei Beginn liegt geringfuegig hoeher. Die Stoerung kann nach einer Anorexia nervosa auftreten und umgekehrt. Eine vormals anorektische Patientin erscheint nach einer Gewichtszunahme oder durch Wiederauftreten der Menstruation zunaechst gebessert, dann aber stellt sich ein gefaehrliches Verhaltensmuster von Heisshunger (Essattacken) und Erbrechen ein. Wiederholtes Erbrechen kann zu Elektrolytstoerungen und koerperlichen Komplikationen fuehren (Tetanie, epileptische Anfaelle, kardiale Arrhythmien, Muskelschwaeche) sowie weiterem starken Gewichtsverlust.

Diagnostische Leitlinien:
Fuer eine endgueltige Diagnose sind die folgenden Kriterien erforderlich:
1. Eine andauernde Beschaeftigung mit dem Essen, eine unwiderstehliche Gier nach Nahrungsmitteln; die Patientin erliegt Essattacken, bei denen grosse Mengen Nahrung in sehr kurzer Zeit konsumiert werden.
2. Die Patientin versucht, dem dickmachenden Effekt der Nahrung durch verschiedene Verhaltensweisen entgegenzusteuern: selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Abfuehrmitteln, zeitweilige Hungerperioden, Gebrauch von Appetitzueglern, Schilddruesenpraeparaten oder Diuretika. Wenn die Bulimie bei Diabetikerinnen auftritt, kann es zu einer Vernachlaessigung der Insulinbehandlung kommen.
3. Die psychopathologische Auffaelligkeit besteht in einer krankhaften Furcht davor, dick zu werden; die Patientin setzt sich eine scharf definierte Gewichtsgrenze, weit unter dem praemorbiden, vom Arzt als optimal oder "gesund" betrachteten Gewicht.
4. Haeufig laesst sich in der Vorgeschichte mit einem Intervall von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren eine Episode einer Anorexia nervosa nachweisen. Diese fruehere Episode kann voll ausgepraegt gewesen sein oder war eine verdeckte Form mit maessigem Gewichtsverlust und/oder einer voruebergehenden Amenorrhoe.

Differentialdiagnose:
1. Stoerungen des oberen Gastrointestinaltraktes mit wiederholtem Erbrechen (charakteristische psychopathologische Auffaelligkeiten fehlen).
2. Eine eher allgemeine Stoerung der Persoenlichkeit. Die Essstoerung kann etwa mit Alkoholabhaengigkeit und kleineren Vergehen (z.B. Ladendiebstahl) verbunden sein.
3. Depressive Stoerung (bulimische Patientinnen erleben haeufig depressive Symptome).

Dazugehoerige Begriffe:
1. nicht naeher bezeichnete Bulimie
2. Hyperorexia nervosa.

Aus den Forschungskriterien (Dilling et al., 1994, S. 138): F50.2 Bulimia Nervosa
A. Haeufige Episoden von Fressattacken (in einem Zeitraum von drei Monaten mindestens zweimal pro Woche), bei denen grosse Mengen an Nahrung in sehr kurzer Zeit konsumiert werden.
B. Andauernde Beschaeftigung mit dem Essen, eine unwiderstehliche Gier oder Zwang zu essen.
C. Die Patienten versuchen, der Gewichtszunahme durch die Nahrung mit einer oder mehreren der folgenden Verhaltensweisen entgegenzusteuern:
1. selbstinduziertes Erbrechen
2. Missbrauch von Abfuehrmitteln
3. zeitweilige Hungerperioden
4. Gebrauch von Appetitzueglern, Schilddruesenpraeparaten oder Diuretika. Wenn die Bulimie bei Diabetikern auftritt, kann es zu einer Vernachlaessigung der Insulinbehandlung kommen.
D. Selbstwahrnehmumg als "zu fett", mit einer sich aufdraengenden Furcht, zu dick zu werden (was meist zu Untergewicht fuehrt).
 

Durchführung

 

Testformen

Nach Stroemgren (1989) wurden in den Feldstudien Uebersetzungen des ICD-10 in Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Franzoesisch, Russisch, Japanisch sowie Portugiesisch eingesetzt. Weitere Uebersetzungen sind in Vorbereitung.
Von der WHO und der ADAMHA wurde eine gemeinsame Kommission, die WHO/ADAMHA Task Force for Instrument Development, Project for Diagnosis and Classification, gebildet. Ziel der Kommission war die Entwicklung strukturierter diagnostischer Erhebungsinstrumente, die zur Klassifikation psychischer Stoerungen nach ICD-10 eingesetzt werden koennen. Als standardisierte Erhebungsinstrumente nach ICD-10 stehen derzeit unter anderem im deutschsprachigen Raum zur Verfuegung:
CIDI: Composite International Diagnostic Interview (World Health Organization, 1997; siehe die PSYNDEX Tests -Beschreibung Dok.-Nr. 3551);
IDCL: Internationale Diagnosen Checklisten fuer ICD-10 und DSM-IV (Bronisch, Hiller, Mombour & Zaudig, 1995; Hiller, Zaudig & Mombour, 1995; siehe die PSYNDEX Tests -Beschreibungen Dok.-Nr. 3207 und 3462);
IPDE: International Personality Disorder Examination (Mombour et al., 1996; siehe die PSYNDEX Tests -Beschreibung Dok.-Nr. 3405);
SCAN: Schedule for Clinical Assessment in Neuropsychiatry (Guelick-Baier, Maurer & Haefner, 1995; siehe die PSYNDEX Tests -Beschreibung Dok.-Nr. 3356);
SIDAM: Strukturiertes Interview fuer Demenzen (Zaudig, Mittelhammer & Hiller, 1990; siehe die PSYNDEX Tests -Beschreibung Dok.-Nr. 2552).
Im Rahmen des Arbeitskreises "Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik" (OPD, 1996) wurde ein multiaxiales System erarbeitet, das die syndromale Diagnostik nach ICD-10 mit psychodynamischen Aspekten verbinden soll. Den psychodynamischen Konzepten wird in der OPD durch die vier Achsen "Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen", "Beziehung", "Konflikt" sowie "Struktur" Rechnung getragen. Die fuenfte Achse "Psychische und Psychosomatische Stoerungen" stellt den Anschluss an die syndromale Diagnostik der ICD-10 her (siehe die PSYNDEX Tests -Beschreibung Dok.-Nr. 3334).
Im Rahmen des Multiaxialen Klassifikationsschemas fuer psychiatrische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter (MAS; Remschmidt & Schmidt, 1986) wurde die fuenfte Achse zur Erfassung abnormer psychosozialer Umstaende an die 10. Revision der ICD angepasst (31 Kategorien in 9 Hauptbereichen; siehe die PSYNDEX Tests -Beschreibung Dok.-Nr. 3182).
 

Altersbereiche

Das Kapitel V (F) der ICD-10 umfasst neben den Stoerungen des Erwachsenenalters auch Stoerungen des Kinder- und Jugendalters.
 

Durchführungszeit

Keine Angaben.
 

Material

Sowohl klinisch-diagnostische Leitlinien (Dilling et al., 1991) und Forschungskriterien (Dilling et al., 1994) als auch die uebrigen Bestandteile der ICD-10 sind komplett zu beziehen (siehe unter der Bezugsquelle).
 

Instruktion

Es liegt eine allgemeine Einleitung in die ICD-10 vor (Dilling et al., 1991, S. 15-33), die neben Erlaeuterungen der Veraenderungen in der 10. Revision der ICD spezielle Benutzerhinweise und Anmerkungen zu ausgewaehlten ICD-Kategorien enthaelt. Den Forschungskriterien (Dilling et al., 1994, S. 20-22) sind ebenfalls Anwendungshinweise vorangestellt. Kanitz und Birk (1994) beschreiben die Entwicklung eines multimedialen Trainingssystems zum Kapitel V (F) der ICD-10, das computerisiert und mit Hilfe audiovisueller Medien den Gebrauch des Klassifikationssystems erlaeutert.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Die Durchfuehrung der Diagnostik und Klassifikation psychischer Stoerungen nach der ICD-10 verlangt die sorgfaeltige Lektuere der KDL. Auch Anwender der Forschungskriterien sollten mit den klinisch-diagnostischen Leitlinien der ICD vertraut sein. Das Fallbuch Psychiatrie (Freyberger & Dilling, 1993) kann zum Training bzw. der Verdeutlichung des ICD-10-Aufbaus herangezogen werden. Fallbeispiele verdeutlichen die Veraenderungen in den diagnostischen Konzepten der ICD-10. Fuer den Einsatz eines der standardisierten Erhebungsinstrumente nach ICD-10 werden spezielle Trainings angeboten.
Neben dem Kapitel V (F) sind weitere Kapitel der ICD-10 zu verwenden. Dilling et al. (1991, S. 21) weisen insbesondere auf die Kapitel VI (Krankheiten des Nervensystems) hin, XVII (Kongenitale Missbildungen und Chromosomenaberrationen), XVIII (Symptome, Zeichen und pathologische, klinische oder laborchemische Befunde, die andernorts nicht klassifiziert sind), XIX (Verletzungen, Vergiftungen und weitere Folgen aeusserer Einwirkungen), XX (aeussere Ursachen von Morbiditaet und Mortalitaet), XXI (Faktoren, die den Gesundheitszustand und den Kontakt mit Gesundheitsdiensten beeinflussen).
 

Testkonstruktion

Zur Geschichte der ICD sei auf Mombour, Dilling und Helmchen (1990) sowie Dilling (1993) verwiesen. Ausgehend von der Unzufriedenheit mit frueheren ICD-Versionen wurde in den USA das Diagnostische und Statistische Manual (DSM-III; American Psychiatric Association, 1980) bzw. dessen Revision DSM-III-R (APA, 1987) entwickelt. Der dort vollzogenen Distanzierung von "unsicheren aetiologischen Annahmen und der bisherigen typologischen Beschreibung" (Dilling, 1993, S. 18) sowie der Erstellung operationaler Kriterien folgt nun in weiten Teilen auch die 10. Revision der ICD (WHO, 1993). Das Klassifikationssystem wurde von der WHO in Zusammenarbeit mit der ADAMHA entwickelt und ist bindend fuer die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen.
Wesentliche Konzeptaenderungen der ICD-10 wurden bereits unter dem Abschnitt "Theoretischer Hintergrund" dargestellt. Auf zwei Modifikationen des ICD-10 sei an dieser Stelle kurz gesondert eingegangen:
(1) Die Klassifizierung affektiver Stoerungen wurde durch den Verzicht auf aetiologische Annahmen ueber biologische und psychologische Faktoren der Depressionen modifiziert. Ausschlaggebend ist nun vielmehr der Schweregrad der Stoerung: Fuer schwere depressive Stoerungen stehen die Diagnosen "Depressive Episode" und "Rezidivierende depressive Episode" zur Verfuegung, die weitgehend dem Konzept der Major Depression des DSM-III-R entsprechen. Leichter ausgepraegte Depressionen werden als "dysthyme Stoerungen", leicht und nur voruebergehend auftretende Depressionen als "Anpassungsstoerung mit depressiver Symptomatik" bezeichnet (vgl. Hiller, 1995, S. 40).
(2) Angsterkrankungen werden im Abschnitt F4 (Neurotische, Belastungs- und Somatoforme Stoerungen) kodiert. In der ICD-10 wird die Agoraphobie hierarchisch hoeher eingeordnet als die Panikstoerung. Es wird zunaechst zwischen phobischen und anderen Angststoerungen unterschieden. Zu den phobischen Angststoerungen zaehlen die Agoraphobie (mit und ohne Panikstoerung), die soziale Phobie sowie die spezifischen Phobien. Die anderen Angststoerungen umfassen im wesentlichen Panikstoerungen und generalisierte Angststoerungen (vgl. Deister, 1995, S. 42).
Zu den klinisch-diagnostischen Leitlinien und den Forschungskriterien wurden von der WHO multizentrische Feldstudien durchgefuehrt. In beiden Studien war es Aufgabe der Rater, auf der Grundlage von Fallgeschichten (Videointerview; schriftliche Anamnese) Diagnosen nach ICD-10 zu vergeben. An der WHO-Feldstudie zu den Klinisch-diagnostischen Leitlinien (1988-1990) nahmen im deutschsprachigen Raum 134 Kliniker aus 10 psychiatrischen Institutionen teil. Nach Schneider und Freyberger (1994, S. 272) beteiligten sich im Zeitraum von 1990 bis 1992 an der Forschungskriterien-Studie 255 Kliniker (35 Zentren) aus den Bereichen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie sowie aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Stieglitz, Freyberger, Malchow und Dilling (1996, S. 263) berichten ohne Beschraenkung auf einen Zeitraum von 452 Ratern aus 34 Zentren. Es wurden Videoaufnahmen und Fallberichte einer repraesentativen Stichprobe von n = 39 Patienten (Diagnosen F0 bis F9) klassifiziert. Folgende Aspekte wurden in beiden Studien analysiert:
(1) Akzeptanz und Angemessenheit der diagnostischen Kategorien in der klinischen Praxis;
(2) Passgenauigkeit von den in der Praxis beobachteten Symptomen und den ICD-10-Kriterien;
(3) Interraterreliabilitaet;
(4) Konvergenz zwischen ICD-10 und anderen Klassifikationssystemen;
(5) Kritik und Zustimmung von seiten der Praktiker (u.a. Schwierigkeit und Sicherheit bei der Diagnosestellung; vgl. Schneider, Freyberger & Stieglitz, 1993, S. 70).
Zahlreiche Veroeffentlichungen berichten uebereinstimmend von der guten Akzeptanz der ICD-10. Exemplarisch sei auf Stieglitz, Freyberger und Blanz (1990, S. 490 f.) verwiesen, die wichtige, in der KDL-Studie (nur Erwachsenenbereich) erfasste Aspekte wie folgt zusammenfassen:
(1) 90% der Rater bewerteten die ICD-10 in einer globalen Gesamtbewertung als gut bis sehr gut.
(2) Nur 16% aller Urteile wurden als schwierig empfunden.
(3) Die Sicherheit bei der Stellung der Hauptdiagnose wurde in nur 11% der Ratings als gering angegeben.
(4) Die Passgenauigkeit der Diagnosen wurde in ca. 75% der Urteile als gut bis sehr gut eingeschaetzt.
Auch nach Schneider und Freyberger (1994, S. 273) konnte in beiden Studien (KDL, FK) eine recht gute Akzeptanz der ICD-10 nachgewiesen werden. Die Aspekte der Schwierigkeit, Sicherheit und Passgenauigkeit wurden als akzeptabel fuer fast alle Stoerungen eingestuft.
 

Gütekriterien

 

Objektivität

WHO-Feldstudie zu den Klinisch-diagnostischen Leitlinien
Zur Pruefung der Interraterreliabilitaet der ICD-10 wurden multizentrische Feldstudien sowohl zu den klinisch-diagnostischen Leitlinien (KDL) als auch zu den Forschungskriterien (FK) durchgefuehrt. In der KDL-Studie (ausgenommen Psychische Stoerungen des Kindes- und Jugendalters) gaben 134 Rater aus 10 Zentren 1778 Ratings fuer 90 Faelle ab. Stieglitz et al. (1990) bezogen nur die 31 Faelle in die Analyse ein, fuer die Ratings von mehr als 14 Ratern vorlagen. Es ergab sich eine prozentuale Uebereinstimmung von 54% bzw. ein zufallskorrigierter Kappa-Wert von Kappa = .51 fuer dreistellige Diagnosen, sowie von 41% bzw. von Kappa = .39 fuer vierstellige Diagnosen (Stieglitz et al., 1990, S. 489). Freyberger, Dittmann, Stieglitz und Dilling (1990) berichten auf der Grundlage derselben Datenbasis ausgewaehlte Interraterreliabilitaeten der KDL-Studie, die in Tabelle 1 dargestellt sind.

Tabelle 1
Uebereinstimmungsprozente und zufallskorrigierte Kappa-Werte fuer zwei- und dreistellige ICD-10-Diagnosen (Freyberger, Dittmann, Stieglitz & Dilling, 1990, S. 273)
 ------------------------------------------------------------ 
Kategorien % Kappa
------------------------------------------------------------
F0 Organische einschliesslich
symptomatischer psychischer Stoerungen 60.7 .51
------------------------------------------------------------
F00 Demenz, nicht naeher bezeichnet 26.9 .25
F01 Demenz bei Alzheimer-Erkrankung 37.6 .36
F02 Demenz bei zerebrovaskulaerer Erkrankung 81.0 .80
F03 Demenz bei anderen Stoerungen 25.6 .25
F06 Andere psychische Stoerungen aufgrund
einer Erkrankung, Schaedigung des Gehirns
oder koerperlichen Erkrankung 36.3. .32
F07 Persoenlichkeits- und Verhaltensstoerung
aufgrund einer Erkrankung, Schaedigung
oder Funktionsstoerung des Gehirns 29.7 .27
------------------------------------------------------------
F1 Psychische Verhaltensstoerungen aufgrund
des Gebrauchs psychotroper Substanzen 57.1 .52
------------------------------------------------------------
F10 Alkohol 44.2 .41
F16 Andere Stimulanzien einschliesslich Koffein 78.1 .77
F18 Multipler Drogengebrauch 17.3 .16
------------------------------------------------------------
F2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte
Stoerungen 74.2 .69
------------------------------------------------------------
F20 Schizophrenie 71.4 .68
F23 voruebergehende akute psychot. Stoerungen 82.9 .82
------------------------------------------------------------
F3 Affektive Stoerungen 80.0 .70
------------------------------------------------------------
F31 Depressive Episode 19.9 .17
F32 Bipolare affektive Stoerung 80.8 .78
F33 Rezidivierende depressive Stoerungen 52.8 .49
F36 Schizoaffektive Stoerungen 57.6 .54
------------------------------------------------------------
F4 Neurotische, Belastungs- und somatoforme
Stoerungen 58.4 .51
------------------------------------------------------------
F41 Andere Angststoerungen 25.6 .25
F42 Zwangsstoerungen 92.9 .92
F43 Reaktion auf schwere Belastung und
Anpassungsstoerungen 27.7 .24
F44 Dissoziative Stoerungen 25.6 .25
------------------------------------------------------------
F6 Stoerungen der Persoenlichkeit und des
Verhaltens von Erwachsenen 65.7 .64
------------------------------------------------------------
F60 Persoenlichkeitsstoerungen 62.3 .61
------------------------------------------------------------
ICD-10 Gesamt (3stellig) 53.9 .51
------------------------------------------------------------

WHO-Feldstudie zu den Forschungskriterien
Schneider, Freyberger, Muhs und Schuessler (1996) berichten ueber die Ergebnisse der multizentrischen WHO-FK-Feldstudie im Bereich Psychosomatik/Psychotherapie (39 Fallbeschreibungen, 130 Diagnostiker, 633 Ratings). Fuer die meisten Stoerungen konnte eine zufriedenstellende Uebereinstimmung erzielt werden. Tabelle 2 stellt ausgewaehlte Ergebnisse zusammen. Auf der Grundlage derselben Datenbasis berichten Freyberger, Schneider und Malchow (1995) Interraterreliabilitaeten der dreistelligen Diagnosen. Die Kappa-Werte fielen mit wenigen Ausnahmen recht hoch aus (F50 Essstoerungen Kappa = 1.00; F42 Zwangsstoerung Kappa = 1.00; F41 Andere Angststoerungen Kappa = .93; F20 Schizophrenie Kappa = .91). Nicht ausreichende Uebereinstimmungen konnten jedoch in verschiedenen Kategorien aufgezeigt werden (F11 Stoerungen durch Opioide Kappa = .00; F48 Andere neurotische Stoerungen Kappa = .00; F43 Anpassungsstoerung Kappa = .01). Fuer alle 589 Ratings wurde ein befriedigender Kappa-Wert von .72 berechnet (Freyberger et al., 1995, S. 95).

Tabelle 2
Uebereinstimmungsprozente und zufallskorrigierte Kappa-Werte fuer vierstellige ICD-10-Diagnosen aus dem Bereich Psychosomatik/Psychotherapie (Schneider, Freyberger, Muhs & Schuessler, 1996, S. 309)
 ------------------------------------------------------------ - 
Kategorie n % Kappa
------------------------------------------------------------ -
F34.1 Dysthymia 34 32 .22
F40.1 Soziale Phobie 36 81 .79
F41.1 Generalisierte Angststoerung 88 96 .94
F42.2 Zwangsgedanken und -handlungen
gemischt 40 95 .88
F45.3 Herzneurose 28 68 .47
F45.4 Somatoforme Schmerzstoerung 35 63 .47
F50.0 Anorexia nervosa 29 100 .99
F50.2 Bulimia nervosa 39 82 .78
F54 Morbus Crohn 77 108* .54
F54 Colitis ulcerosa 42 50 .46
F60.3 Borderline-Persoenlichkeitsstoerung 34 94 .86
F68.1 Artifizielle Stoerung 33 55 .52
------------------------------------------------------------ -
Anmerkungen. n = Zahl der Ratings; * sic!

Zusammenfassend berichten Schneider und Freyberger (1994, S. 273), dass die diagnostische Uebereinstimmung zwischen den Ratern auf der Ebene der zweistelligen Diagnosen fuer die restriktiver formulierten FK deutlich besser ausfiel als fuer die KDL. Geringere Uebereinstimmungen fanden sich jedoch bei depressiven, dissoziativen und psychosomatischen Stoerungen im engeren Sinne. Schneider und Freyberger (1994, S. 273) fuehren dies auf die Doppelverschluesselung der psychosomatischen Stoerungen im Kapitel V und im entsprechenden Organkapitel zurueck.

Ergebnisse zu kinder- und jugendspezifischen psychischen Stoerungen
Steinhausen und Erdin (1991) liessen fuenf kinder- und jugendpsychiatrische Fallgeschichten von 32 Diagnostikern mit unterschiedlichen klinischen Erfahrungen (Psychologen, Sozialarbeiter, Kinder- und Jugendpsychiater) nach ICD-10 klassifizieren. Die Interraterreliabilitaet erwies sich als signifikant abhaengig von der Erfahrung der Diagnostiker. In einem zweiten Schritt wurden nur erfahrene Kinder- und Jugendpsychiater (n = 12) zur Klassifizierung herangezogen (10 Fallgeschichten). Bei den einzelnen Faellen wurden Uebereinstimmungen von 18% bis 100% (mittlere Uebereinstimmung: 66%) erzielt (S. 925).
In einer Studie von Blanz, Schmidt und Esser (1990) wurden 29 kinder- und jugendpsychiatrische Fallbeschreibungen von 33 Diagnostikern nach ICD-10 klassifiziert ("wahre Diagnose" = meistgenannte Diagnose). Die Uebereinstimmung fuer 481 Ratings betrug 50.3% bei vierstelliger Kodierung, bei dreistelliger Kodierung erhoehte sich die Uebereinstimmung auf 61.0% (584 Ratings; S. 96).
Die Interraterreliabilitaet wurde in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Studie von Mentrup, Schmidt, Blanz und Marcus (1993) an 54 ambulanten und 19 stationaeren Patienten ueberprueft. Differenzen traten lediglich bei zwei ambulanten und einem stationaeren Fall auf. Die Uebereinstimmung betrug insgesamt 95%, die Anzahl der Rater wird nicht genannt (S. 164).

Ergebnisse zum Multiaxialen System der ICD-10
Siebel et al. (1997) berechneten fuer einen Teilbereich der WHO-FK-Feldstudie (12 von der WHO vorgegebene Fallgeschichten, 45 Kliniker, 488 Ratings, Einschaetzungen auf Achse I, II und III der ICD-10, Vergleich mit DSM-III-R) Interraterreliabilitaeten der Achsen II und III. Aufgrund der Skalenqualitaet wurde fuer die Achse II der Intra-Class-Coeffizient berechnet. Mit einem ICC = .62 lag der Wert nur wenig unter dem der korrespondierenden GAF-Skala des DSM-III-R (ICC = .65). Auf der Achse III konnten nur geringe Uebereinstimmungen der Ratings fuer die genannten Belastungsfaktoren nachgewiesen werden (siehe unter "Testaufbau"; 85 Belastungsfaktoren in 11 Gruppen). Die prozentuale Uebereinstimmung betrug zwischen 19.4 und 65.9% (Kappa zwischen .03 und .55), wenn nur die erste Z-Kodierung einbezogen wurde. Wurden alle Einschaetzungen der Rater einbezogen, erhoehten sich die prozentualen Uebereinstimmungen auf Werte zwischen 21.9% und 86.4% (S. 235).
 

Reliabilität

Die Studien zur Interraterreliabilitaet sind unter Objektivitaet beschrieben.
 

Validität

Konvergenz zwischen ICD-10 und anderen Klassifikationssystemen
Wacker (1995) untersuchte in einer epidemiologischen Studie mit CIDI/DSM-III-R und CIDI/ICD-10 insgesamt 470 Probanden (209 Maenner, 261 Frauen). Die Praevalenzraten irgendeiner affektiven Stoerung betrugen 19.5% (DSM-III-R) bzw. 25.7% (ICD-10). Fuer irgendeine Angststoerung ergaben sich Lebenszeitpraevalenzraten von 28.7 (DSM-III-R) bzw. 23.0% (ICD-10). Unabhaengig vom diagnostischen System zeigten die Frauen signifikant hoehere Praevalenzraten (DSM-III-R: 24.5% vs. 12.9%, p = .000; ICD-10: 31.0% vs. 18.2%, p = .000). In der Kombination von Affektiven Stoerungen und Angststoerungen ergab sich mit der ICD-10 eine Lebenszeitkomorbiditaet von 10.6%, mit dem DSM-III-R von 8.7% (S. 175). Mit dem ICD-10 wurden mehr Faelle von affektiven Stoerungen, jedoch weniger Faelle von Angststoerungen identifiziert als mit dem DSM-III-R. Diese Diskrepanzen gingen auf die Diagnosen "Leichte depressive Episode" und "Generalisierte Angststoerung" der ICD-10 sowie die Diagnosen "Agoraphobie ohne Panikstoerung" und "Soziale Phobie" des DSM-III-R zurueck.
Siebel et al. (1997; siehe unter "Objektivitaet") berechneten in der WHO-FK-Feldstudie die Uebereinstimmung zwischen ICD-10 Achse II und der korrespondierenden DSM-III-R-Achse "Global Assessment of Functioning" (GAF). Unabhaengig von der Hoehe der Globaleinschaetzung der Funktionsfaehigkeit konnten hohe Korrelationen zwischen den korrespondierenden Achsen nachgewiesen werden. Die Korrelationen betrugen zwischen .55 (Familiaere Funktionsfaehigkeit) und .67 (Funktionsfaehigkeit in anderen sozialen Rollen; p < .0001; S. 235).

Uebereinstimmung von klinisch-diagnostischen Leitlinien und Forschungskriterien
Die Studie von Mentrup et al. (1993) pruefte, inwieweit die mit den KDL gestellten Diagnosen sich durch die Anwendung der Forschungskriterien bestaetigen liessen. Es wurden je 100 Patienten aus dem ambulanten und stationaeren Bereich aufgenommen, die mindestens eine kinder- und jugendpsychiatrische Diagnose nach ICD-10 (ausgenommen Intelligenzminderung) aufwiesen. In die beiden kinder- und jugendspezifischen Hauptkategorien F8 und F9 entfielen 24 bzw. 78 Diagnosen. Im ambulanten Bereich entfiel der groesste Anteil einer Einzeldiagnose auf die hyperkinetische Stoerung, im stationaeren Bereich waren es Stoerungen des Sozialverhaltens und Essstoerungen, die am haeufigsten diagnostiziert wurden. Von diesen Diagnosen, die nach den KDL gestellt worden waren, konnten 62% der ambulant und 80% der stationaer zugeordneten Diagnosen auch durch die Anwendung der FK ermittelt werden. Abweichende Diagnosen nach FK fanden sich vor allem bei krankheitsbezogenem als auch bei krankheitsuebergreifendem niedrigem Schweregrad. Als Ursachen der Abweichungen konnten zum einen Diagnosen, die nicht in den FK vorgesehen sind, zum anderen fehlende Testergebnisse, die in den FK verlangt werden, ausgemacht werden. Nur bei 24% der ambulanten und 8% der stationaeren Diagnosen handelte es sich um echte Abweichungen in dem Sinne, dass Kriterien der FK nicht erfuellt wurden (S. 164).
Im Rahmen einer epidemiologischen Laengsschnittstudie (Blanz et al., 1990) wurden 399 Kinder einer Feldpopulation insgesamt dreimal im Alter von 8, 13 und 18 Jahren untersucht. Die ersten beiden Klassifizierungen erfolgten nach ICD-9, die dritte nach ICD-10. Ein Grossteil der ICD-9-Diagnosen konnte jedoch in ICD-10-Diagnosen ueberfuehrt werden, da alle Informationen vorlagen. Die Gesamtzahl der Stoerungen des Sozialverhaltens (SSV) stieg zwischen 8 und 13 Jahren um mehr als das Doppelte an, blieb jedoch zwischen 13 und 18 nahezu konstant. Ebenso konnte eine mit dem Alter ansteigende relative Zunahme der "SSV mit Sozialisation" gegenueber "SSV bei fehlender Sozialisation" zweimal als Trend gegen den Zufall abgesichert werden Diese Resultate fuegen sich nach Blanz et al. (1990, S. 99) in die vorliegende Befundlage ein.
 

Normierung

Eine Normierung liegt nicht vor.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Das Kapitel V (F) der zehnten Revision der ICD-10 dient der reliablen und international uebereinstimmenden Klassifizierung von psychischen Stoerungen und Verhaltensstoerungen. Es werden sowohl Stoerungen des Erwachsenenalters als auch Stoerungen, die speziell in Kindheit und Jugend auftreten, multiaxial klassifiziert. Im Rahmen der Konzeption des ICD-10 als Familie von Instrumenten liegen verschiedenen Bestandteile vor, die den Einsatz des Klassifikationssystems in der psychiatrischen und klinisch-psychologischen Praxis, bei Gesundheitsdiensten, innerhalb der allgemeinaerztlichen Primaerversorgung sowie zu Ausbildungszwecken und im Rahmen von Forschungsfragestellungen ermoeglichen.
 

Bewertung

Die 10. Revision der ICD vollzieht eine weitgehende Annaeherung an die Konzepte des Diagnostischen und Statistischen Manuals fuer Psychische Stoerungen (DSM). Sowohl die Einfuehrung operationalisierter Kriterien, das Prinzip der Komorbiditaet als auch die Aufgabe des Neurosenkonzepts wurden uebernommen. Mit der Einfuehrung der ICD-10 erfolgte somit ein wesentlicher Schritt zur Vereinheitlichung der beiden bedeutendsten Klassifikationssysteme DSM und ICD. Mombour et al. (1990) kritisieren in diesem Zusammenhang, (1) dass die ICD in ihrem didaktischen Aufbau und der Gestaltung dem DSM unterlegen ist, (2) dass die Veraenderungen im Bereich der Drepressionsdiagnostik "grosse heterogene Sammeltoepfe von Depressionsdiagnosen" hervorbringe (S. 472), dass die Angleichungen an das DSM in Kriterien, Begriffen und Gruppierung von Stoerungen ueber die vorhandenen Unterschiede zwischen den Klassifikationssystemen hinwegtaeuscht und (4) dass es aus medizinischer Sicht nicht logisch ist, Differentialdiagnosen auf der Basis von Schweregraden zu stellen. Positiv hervorzuheben ist die gute Akzeptanz der ICD-10, die in den WHO-Feldstudien nachgewiesen wurde. Global wurde das Klassifikationssystem von 90% der Rater als gut bis sehr gut beurteilt. Auch die Sicherheit bei der Diagnosestellung und die Passgenauigkeit der Diagnosen wurde als gut bis sehr gut eingeschaetzt. Die zu den Guetekriterien berichteten Ergebnisse, insbesondere die Interraterreliabilitaeten, koennen fuer den Grossteil der Stoerungen als zufriedenstellend bis gut beurteilt werden. Bei einzelnen Stoerungen treten jedoch nicht ausreichende Uebereinstimmungen auf. Nach Schneider und Freyberger (1994) faellt die diagnostische Uebereinstimmung auf der Ebene der zweistelligen Diagnosen fuer die restriktiver formulierten FK deutlich besser aus als fuer die KDL. Die gute Akzeptanz, die die 10. Revision der ICD bei Klinikern bzw. Anwendern erfaehrt, spricht fuer die Nutzung des Klassifikationssystems in Praxis und Forschung.
 

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Originalfassung/Anderssprachige Fassungen

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Rezensionen

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 Svenja Wahl (31.08.1998)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Taxonomies; International Classification of Diseases; Psychodiagnostic Typologies; Clinical Psychology; Psychiatry; Psychopathology; Personality Disorders; Mental Disorders; Behavior Disorders; Developmental Disabilities

Taxonomien; Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme; Psychodiagnostische Typologien; Klinische Psychologie; Psychiatrie; Psychopathologie; Persönlichkeitsstörungen; Psychische Störungen; Verhaltensstörungen; Entwicklungsstörungen

 weitere Schlagworte:

1948 (ICD-6); 1955 (ICD-7); 1965 (ICD-8); 1975 (ICD-9); 1989 (ICD-10); 1991 (1. deutsche Auflage ICD-10); 1999 (3. unveränderte Auflage); 2005 (5., durchgesehene und ergänzte Auflage); Psychiatrische Klassifikationssysteme; Fremdeinschätzung; Exploration; Organische Störungen
 Klassifikation:

Klinische Psychodiagnostik; Psychische und physische Störungen
Klinische Klassifikations- und Dokumentationssysteme
11.2
 Anwendungstyp: Individual Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Other Publication (90; 922)
 Sprache: German
 Übersetzungen: Arabic, Armenian, Basque, Chinese, Czech, Danish, Dutch, English, Estonian, Finnish, French, Greek, Hungarian, Icelandic, Italian, Japanese, Korean, Latvian, Lithuanian, Mongolian, Norwegian, Polish, Portuguese, Russian, Serbo-Croatian (Roman), Slovakian, Slovenian, Spanish, Swedish, Thai, Turkish, Ukrainian, Uzbek
 Land: United Nations
 Publikationsjahr: 1991
 Änderungsdatum: 201805
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