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SYSTEM FÜR DIE MEHRSTUFIGE BEOBACHTUNG VON GRUPPEN

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9002435
 

SYMLOG - SYSTEM FÜR DIE MEHRSTUFIGE BEOBACHTUNG VON GRUPPEN (PSYNDEX Tests Review)

 

System for the Multiple Level Observation of Groups - German version/author

 Bales, R.F. & Cohen, S.P. (Hrsg.).
 (1982). SYMLOG. Ein System für die mehrstufige Beobachtung von Gruppen. Stuttgart: Klett-Cotta.

ISBN: 3-12-900811-X

 Bezugsquelle: Verlag Klett-Cotta, Postfach 106016, D-70049 Stuttgart.
Anmerkung: Das schriftliche Material ist bei Bales und Cohen (1982) ausführlich dokumentiert.

 Adresse(n): o Robert F. Bales (1916-2004), Professor of Harvard University, Department of Psychology, William James Hall, Cambridge, Massachusetts, USA ; URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_F._Bales ; Stand: 30.7.2018
 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

SYMLOG ist ein komplexes System fuer das Studium von Gruppen, das ueber mehrere Jahre hinweg am Social Interaction Laboratory des Department of Psychology und Social Relations an der Harvard-Universitaet entwickelt wurde. SYMLOG entstand auf der Grundlage der Interaktionsprozessanalyse (Bales, 1950) und der damit in Verbindung stehenden und weiterentwickelten Theorie (Bales, 1970), bezog sich urspruenglich nur auf eine Interaktionsbeurteilung (interaction scoring) von Diskussionsgruppen und wurde schliesslich zu einem Gebaeude von miteinander zusammenhaengenden theoretischen Vorstellungen, Operationalisierungen und spezifischen Methoden ausgebaut. Theoretische Basis ist die von Bales (1982) erarbeitete systematische mehrstufige Feldtheorie ("Systematic muliple level field theory"). Darin Eingang gefunden haben Annahmen der psychoanalytischen Theorie hinsichtlich Motivation, Persoenlichkeit und Abwehr (S. Freud, 1968, 1969; A. Freud, 1936), die Feldtheorie Lewins (Lewin, 1951), Erkenntnisse der gruppendynamischen Schule (Cartwright & Zander, 1968),
verschiedene Theorien ueber soziale Kognitionen (Abelson et al., 1968; Festinger, 1957; Heider, 1958; Kelley, 1971; Osgood & Tannenbaum, 1955), die Theorie des sozialen Austausches (Homans, 1961; Thibaut & Kelley, 1959) usw.

"Systematische mehrstufige Feldtheorie (...) ist alles andere als eine eklektische Anhaeufung von Elementen aus den (...) erwaehnten Quellen. Sie ist vielmehr ein neu entwickeltes und integriertes Ganzes, dem neuartige Beobachtungsmethoden zugrundeliegen und das sich einer neuen Sprache und eines neuen Begriffsinventars bedient" (Bales, 1982, S. 49). Sowohl fuer einzelne Individuen wie die umfassende Gruppenkonstellation wird dasselbe theoriekonforme Koordinatensystem zur Verfuegung gestellt, mit dem jedes individuelle Wahrnehmungsfeld wie auch das jeweils umschliessende soziale Interaktionsfeld transparent gemacht werden kann. In juengerer Zeit wurde das Konzept des dreidimensionalen sozialen Raumes in Richtung eines sphaerischen (Kugel-)Modells modifiziert (Schmitt, 1991).
 

Testaufbau

SYMLOG setzt sich aus verschiedenen Verfahren zusammen, mit denen ein tieferes Verstaendnis einer Gruppe erreicht werden soll. Zu unterscheiden sind Ratingmethoden des SYMLOG-Systems, bei denen die Informationen ueber eine Gruppe durch nachtraegliche Beschreibungen gewonnen werden, und Interaktionssignierungen, mit denen gleichzeitig die Interaktion der Gruppenmitglieder beobachtet und in der Vorgehensweise des "event-sampling" protokolliert werden. Festgehalten werden Ereignisse, die einen wichtigen Einfluss auf das Gruppengeschehen ausueben und die fuer ein Feedback von Bedeutung sein koennen.

Saemtliche Verhaltensweisen in der Gruppe und die Inhalte der Interaktionen werden innerhalb eines dreidimensionalen Bezugsraums beschrieben:
(1) einflussnehmend (U) versus einordnungsbereit (D) (upward-downward);
(2) freundlich (P) versus unfreundlich (N) (positive-negative);
(3) zielgerichtet, kontrolliert (F) versus unkontrolliert (B) (forward-backward).

Durch systematische Kombination der sechs Hauptdimensionen (U, F, P, D, B, N) ergeben sich 27 Richtungen bzw. Lokalisierungen des Verhaltens, wobei eine den Nullpunkt im dreidimensionalen Koordinatensystem kennzeichnet. Diese Koordinaten werden im Symlog-Adjektiv-Ratingbogen mittels Adjektiven umschrieben und auf fuenf Stufen von "nie" (0) bis "immer" (4) bezueglich eines Gruppenmitglieds eingeschaetzt oder auf dem SYMLOG-Kodierbogen unter Einbeziehung der im folgenden dargestellten drei allgemeinen Stufen der Interaktionen kodiert (siehe auch unter "Itembeispiele"):
(1) Verhaltensweisen: intendierte und nichtintendierte verbale und nichtverbale Kommunikationshandlungen (ACT, NON);
(2) Vorstellungsinhalte mit den Inhaltsklassen:
- Bezugnahme auf das Selbst (SEL);
- Bezugnahme auf andere (d.h. konkrete Gruppenmitglieder; OTH);
- Bezugnahme auf die Gruppe als Ganzes (GRP);
- Bezugnahmen auf die unmittelbar gegebene aeussere Situation, in der die Gruppeninteraktionen stattfinden (SIT);
- Bezugnahmen auf allgemeine Charakteristika der umgebenden Gesellschaft (SOC);- Bezugnahmen auf Denkgegenstaende (Fantasieinhalte; FAN).
(3) Werturteile ueber Vorstellungsinhalte mit Angabe der Einstellung (pro versus contra) gegenueber den Inhalten der zweiten Ebene (PRO, CON).

Die vorliegenden Daten koennen in einem Felddiagramm der sozialen Interaktionen uebersichtlich dargestellt werden, das quasi als eine zweidimensionale Veranschaulichung der Position eines Gruppenmitglieds im dreidimensionalen Wuerfel der SYMLOG-Dimensionen zu verstehen ist. Das "individuelle Wahrnehmungsfeld" umfasst die Gesamtheit der Vorstellungen im Bewusstsein eines bestimmten Gruppenmitglieds und schliesst Bewertungsreaktionen und Einstellungen des Beurteilers mit ein. Das "soziale Interaktionsfeld" stellt die dynamische Gesamtheit aller individuellen Wahrnehmungsfelder dar. Verschiedene andere Analysen des Feldes sind bei Bales und Cohen (1982) beschrieben (z.B. Analyse auf Polarisation-Unifikation, Entwicklungsverlaeufe in Zeitverlaufsdiagrammen, qualitative Berichte, ACT+NON-Felddiagramme, PRO+CON-Felddiagramme, Wer-zu-wem-Matrizen usw.).

Eine Moeglichkeit des Vorgehens bei der Analyse einer Gruppe besteht beispielsweise darin, mit dem Ratingbogen (als Gruppenteilnehmer) jedes Gruppenmitglied so zu beurteilen, wie es in der Gruppe und in einer festgelegten Zeitperiode wahrgenommen wurde, ferner anzugeben, wie man erwartet, von den anderen Gruppenteilnehmern beurteilt zu werden, und wie man von den anderen beurteilt zu werden wuenscht (Bales, 1982, S. 59 ff.).

Im Anhang von Bales und Cohen (1982) sind Begleitinstrumente fuer SYMLOG aufgefuehrt, die weitergehende Analysen ermoeglichen, z.B.:
- Bogen zur Beurteilung wichtiger Beziehungen,
- Bogen zur Beurteilung von Wertaussagen.
 

Auswertungshilfen

Zwar liegen verschiedene Computerprogramme zur Erleichterung der Auswertung vor (Bales & Cohen, 1982, S. 706 ff.; Drinkmann, Kroeger, Hartmann & Hartmann, 1990; Kohler, 1980; Schmitt, 1991), doch koennen die Ratings auch ohne Benutzung eines Computers oder mathematischer bzw. statistischer Berechnungen tabelliert und ausgewertet werden. Die bei Bales (1982) dargestellte Fallstudie der Analyse einer Gruppe mit Hilfe eigener Ratings veranschaulicht das Vorgehen und die moeglichen Schlussfolgerungen. Im Anhang des Buches von Bales und Cohen (1982) liegen zudem eine Fuelle von Auswertungshilfen vor:
- SYMLOG-Definitionen der Richtungskodierungen,
- Gewichte fuer den SYMLOG-Adjektiv-Ratingbogen,
- Richtungsprofilbogen mit Auswertungsschluessel,
- Interpersonale Matrix,
- SYMLOG-Rechenformulare zur Umwandlung von Interaktionen in gedehnte Felddiagramme,
- Anleitung und Material zur Erstellung eines (gedehnten) Felddiagramms,
- U-D-Kreisflaechen-Schablone,
- Anleitung zur Konstruktion des Felddiagrammschemas,
- Anleitung zur Konstruktion und Anwendung der Polarisations-Unifikationsschablone,
- Darstellung von Methoden zur Erstellung von Felddiagrammen und Zeitverlaufsdiagrammen anhand von Signierungen,
- Bogen zur Beurteilung wichtiger Beziehungen usw.
 

Auswertungszeit

Die nachtraegliche Auswertung von Video- und Tonbandaufzeichnungen erfordert betraechtlich mehr Zeit als die simultan ("live") ablaufende Interaktionssignierung. Fuer eine befriedigende Datenrueckmeldung ist mit einem hohen Vor- und Nachbereitungsaufwand zu rechnen.
 

Itembeispiele

Beispielkategorie UPF ("upward" = einflussnehmend; "positive" = freundlich; "forward" = zielgerichtet-kontrolliert)

SYMLOG-Adjektiv-Ratingbogen:
UPF zielbewusster und aufgabenorientierter Leiter
nie selten manchmal haeufig immer

SYMLOG-Definitionen der Richtungskodierungen:
Richtungskode UPF, Verhalten
ACT UPF Verhaelt sich anderen gegenueber in einer Weise, die einflussnehmend (aufwaerts), freundlich (positiv) und zielgerichtet-kontrolliert (vorwaerts) zu sein scheint. Darunter koennen folgende Verhaltensweisen fallen:
die Gruppe zu ueberzeugen beginnen - ihr Hilfe anbieten bei der Bewaeltigung einer Aufgabe, die die ganze Gruppe betrifft - einen demokratischen Fuehrungsstil anbieten - Konflikte zwischen Mitgliedern zu glaetten versuchen durch Vermittlung, Versoehnung, Beschwichtigung, so dass die Gruppenaufgabe vorangetrieben wird.NON UPF Gibt nonverbale Signale, die einflussnehmend (aufwaerts), freundlich (positiv) und zielgerichtet-kontrolliert (vorwaerts) zu sein scheinen. Darunter koennen folgende Verhaltensweisen fallen:
vor der Gruppe Stellung nehmen, in welche Richtung ihre Aufmerksamkeit zu lenken oder koerperliche Bewegung fuer eine Gruppenaufgabe notwendig ist - sich zwischen Gruppe und Gefahrenquelle stellen - einen herausragenden Platz einnehmen, um mit moeglichst vielen Mitgliedern ueber die Aufgabe sprechen zu koennen - anderen das verlangte aufgabenorientierte Verhalten vormachen - andere durch Gesten zur Durchfuehrung der Arbeit anzuhalten versuchen.

Richtungskode UPF, Vorstellungsbilder
UPF in SEL, UPF in AND, UPF in GRP Aeussert ein Bild der Stufen Selbst, andere oder Gruppe, das ein UPF-Element enthaelt. Darunter fallen folgende Inhalte:
sich, anderen oder der Gruppe Fuehrungsqualitaeten zuschreiben - sich als interessiert am Erfolg der Gruppe bei der Aufgabenbewaeltigung zeigen - sich beschreiben als derjenige, der die Initiative zur Hilfe bei der Aufgabenbewaeltigung ergreift - sich beschreiben als derjenige, der die Gruppeneinheit oder Gruppenmoral hinsichtlich der Gruppenaufgabe schafft - sich beschreiben als "geborenen Fuehrer" oder als "erleuchteter Fuehrer"...

Richtungskode UPF, Werturteile
PRO UPF, CON UPF Faellt ein Werturteil fuer oder gegen ein UPF-Bild. Darunter koennen folgende Inhalte fallen:
"John bringt alle Voraussetzungen dafuer mit, warum soll er nicht die Fuehrung uebernehmen?" (PRO UPF in JOHN) - "Ich habe genug von den Luftschloessern!" (CON UPF in FAN).

Die graphischen Darstellungen koennen nicht wiedergegeben werden, finden sich jedoch zahlreich bei Bales und Cohen (1982).
 

Durchführung

 

Testformen

Beobachtet bzw. beurteilt werden die Mitglieder der Gruppe bzw. eine Gruppe als ganzes. In Selbstanalysegruppen wird der Ratingbogen an die Teilnehmer fuer eine wechselseitige Beurteilung vorgegeben. Der Adjektiv-Ratingbogen wurde waehrend der Entwicklung verschiedentlich modifiziert (Bales & Cohen, 1982). Eine neuere Ueberarbeitung stellt der SYMLOG-Beurteilungsbogen zum Sozialverhalten, Form D2, dar (Becker-Beck & Schneider, 1988). Becker-Beck (1991) erweiterte das Kodiersystem, um Unzulaenglichkeiten des urspruenglichen SYMLOG-Kodierformats auszugleichen.
 

Altersbereiche

Das Verfahren ist auf keine spezifischen Altersbereiche festgelegt.
 

Durchführungszeit

Die Durchfuehrung des SYMLOG-Adjektiv-Ratingbogens nimmt in Therapiegruppen erfahrungsgemaess 30-60 Minuten in Anspruch (Nowack, 1989, S. 19). Die Durchfuehrungsdauer der Interaktionssignierung ist sehr stark von der Vorgehensweise und den Untersuchungsabsichten gepraegt. Schneider und Becker (1985) berichten fuer die Analyse eines einstuendigen Gruppengeschehens einen Zeitbedarf um ca. 20 Stunden fuer die Signierungsaufbereitung.
 

Material

Fuer das Rating ist lediglich ein Ratingbogen und Schreibgeraet erforderlich. Bei der Interaktionssignierung sind ein separater Beobachtungsraum mit Einwegscheibe sowie Video- und Tonbandaufzeichungen von Vorteil. Benoetigt werden SYMLOG-Signierungsboegen (ca. drei pro Stunde Beobachtungszeit) und Schreibgeraete.
 

Instruktion

Eine spezielle Instruktion wird nicht angegeben.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Fuer die Interaktionssignierung ist die Zustimmung der Gruppenmitglieder einzuholen. Waehrend das Ratingverfahren von Psychologen, Soziologen, Gruppentherapeuten, Klassenlehrern, Vorgesetzten und anderen an der Interaktion in bestimmten Gruppen interessierten Personen gleichermassen angewendet werden kann, wenn sie sich mit den grundlegenden Methoden und Annahmen vertraut gemacht haben, ist fuer die Interaktionssignierung ein Training unverzichtbar. Goetzmann, Schneider und Orlik (1982) entwickelten ein standardisiertes Verfahren zur Trainingskontrolle, das ein Videoband mit ca. 50 Minuten Dauer und 33 Filmszenen einer interagierenden Studentengruppe enthaelt.
 

Testkonstruktion

Das SYMLOG-System wurde in College- und Universitaets-Kursen entwickelt (studentische Selbstanalyse-Gruppen bzw. Selbsterfahrungsgruppen). Am Anfang standen verschiedene Frageboegen, die durch Itemanalysen, Faktorenanalysen, Reliabilitaetsanalysen und aufgrund logischer und theoretischer Ueberlegungen bis zur Endform weiterentwickelt wurden. Zur Ueberpruefung verschiedener methodischer Aspekte der SYMLOG-Interaktionssignierung und der SYMLOG-Adjektiv-Ratings untersuchte Cohen (1982) mit studentischen Beurteilern Interaktionssequenzen aus einer Fernsehserie mit authentischen Familienszenen ("Eine amerikanische Familie"). Dabei zeigten sich unter anderem fuer die SYMLOG-Adjektiv-Ratings zufriedenstellende Trennschaerfen und die erwartete dreidimensionale Struktur der Ratingliste in einer Faktorenanalyse. Beim Vergleich trainierter mit untrainierten Ratern ergab sich eine staerkere Auspraegung der dimensionalen Struktur durch das SYMLOG-Training. Die Korrelationen zwischen den SYMLOG-Adjektiv-Ratings und den SYMLOG-Interaktionssignierungen lagen fuer die untersuchten Kategorien zwischen r = .67 und r = .91. Fuer die genaueren Ergebnisse siehe Cohen (1982).

Die Umsetzung ins Deutsche erfolgte seit 1977 in einer Arbeitsgruppe an der Universitaet Saarbruecken. Veranstaltet wurden dabei Einfuehrungskurse, interaktionsdiagnostische Trainingskurse, SYMLOG-Praktika und Themenseminare, wofuer deutschsprachige Arbeitsunterlagen konzipiert wurden (Bales & Cohen, 1982; Orlik & Schneider, 1978; Schneider & Zimmer, 1978). 1982 wurde dort der erste europaeische SYMLOG-Workshop abgehalten (Kohler, 1986).

Der deutsche Adjektiv-Ratingbogen stellt keine blosse Uebersetzung dar, sondern basiert auf empirischen Analysen an deutschen Stichproben. Die Entwicklung des SYMLOG-Systems kann noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden (Orlik, 1989a, 1989b).
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Die Objektivitaet von Durchfuehrung und Auswertung bei den SYMLOG-Adjektiv-Ratings ist evident, bei der Interaktionssignierung wird sie durch vielfaeltige Durchfuehrungsanweisungen und Arbeitsmaterialien angestrebt. Die Beobachteruebereinstimmung wurde im Rahmen von Interrater-Reliabilitaetsuntersuchungen ueberprueft (siehe unter "Reliabilitaet").
Manns, Schultze, Herrmann und Westmeyer (1987) sehen die Objektivitaet der Interaktionssignierung vor allem dadurch gefaehrdet, dass es dem Beobachter ueberlassen bleibt, welche Handlungen er kodiert und welche er nicht beachtet.
 

Reliabilität

In der Studie von Cohen (1982; siehe unter "Testkonstruktion") ergaben sich die in Tabelle 1 und 2 aufgefuehrten Interrater-Reliabilitaetskoeffizienten fuer den SYMLOG-Adjektiv-Ratingbogen und die in Tabelle 3 aufgefuehrten Werte fuer die SYMLOG- Interaktonssignierung. Mit Hilfe einer Gewichtungsprozedur kann die interne Konsistenz der Skalen erhoeht werden.

Tabelle 1
Reliabilitaetskoeffizienten des SYMLOG-Adjektiv-Ratingbogens (Cohen, 1982, S. 373)

----------------------------------------
Gruppe 1 2 3
----------------------------------------
U .55 .65 .57
D .01(.26) .12(.32) .03(.10)
P .98 .93 .95
N .87 .87 .84
F .65 .65 .68
B .46(.60) .54(.62) .60(.72)
U-D .64(.75) .62(.78) .66(.79)
P-N .96 .97 .95
F-B .72(.76) .75(.77) .81(.87)
----------------------------------------
Antwort-
stufen 5 5 3
----------------------------------------

Anmerkungen. Werte berechnet nach der Formel von Gulliksen. Die Werte in Klammern kennzeichnen Koeffizienten nach Ausschluss von einem oder zwei "unguenstigen" Items. Gruppe 1 und 2: n = 88 untrainierte Rater, Gruppe 3: n = 11 trainierte Rater. Die Kuerzel U, D, P, N, F, B umfassen jeweils 9 damit verbundene Items (z.B. U, UP, UPF, UF, UNF, UN, UNB, UB, UPB), die Kuerzel U-D, P-N und F-B jeweils 18 Items.

Tabelle 2
Interrater-Zuverlaessigkeit fuer die Summenskalen des SYMLOG-Adjektiv-Ratingbogens (Cohen, 1982, S. 387)

----------------------------------------
Gruppe 1 Gruppe 2
Split-Half- Korrelationen
Koeffizienten Gruppe 1/Gruppe 2
----------------------------------------
U .96 .97
D .95 .97
P .99 .99
N .99 .98
F .97 .97
B .96 .98
U-D .98 .98
P-N .99 .99
F-B .98 .98
----------------------------------------

Anmerkungen. Cohen (1982, S. 387) gibt auch eine Schaetzung der Anzahl der Rater, die benoetigt wird, um bei den Summenskalen Zuverlaessigkeitskoeffizienten von rtt = .80 zu erreichen.

Tabelle 3
Uebereinstimmungen zwischen den SYMLOG-Interaktionssignierern nach der Split-Half-Methode (Cohen, 1982, S. 406)

----------------------------------------
Dimension Split-Half- Zuverlaessigkeit
Korrelation der Signierungen
----------------------------------------
ACT-Stufe
U-D .79 .88
P-N .93 .96
F-B .88 .94
NON-Stufe
U-D .67 .80
P-N .81 .90
F-B .68 .81
PRO-Stufe
U-D .47 .64
P-N .67 .80
F-B .87 .93
CON-Stufe
U-D .69 .82
P-N .72 .84
F-B .80 .89
----------------------------------------

Generell ergibt sich das Problem, dass von den 26 Items mehrere Dimensionen gleichzeitig erfasst und lediglich U, P, F, N, B, D als "faktorrein" betrachtet werden koennen. Folge ist, dass fuer die kombinierten Items lediglich reduzierte maximale Ladungen und Reliabilitaeten ueberhaupt erreicht werden koennen. Fuer 9-Item-Skalen (U, D, P, N, F und B) liegt diese hypothetische Reliabilitaet bei rtt = .86, fuer die 18-Item-Skalen (U-D, P-N, F-B) bei rtt = .93 (Becker-Beck & Schneider, 1988).

Probleme der Feststellung der Interrater-Reliabilitaet und individueller Wahrnehmungstendenzen werden diskutiert bei Polley (1982), Orlik (1989a) oder Orlik und Becker (1980).
 

Validität

Das Verfahren besitzt inhaltlich-logische Gueltigkeit.

Von Cohen (1982) wurden unter anderem Zusammenhaenge untersucht zwischen SYMLOG-Adjektiv-Ratings, SYMLOG-Signierungen, den Wish-Skalen zur Erfassung interpersonaler Kommunikation (Wish, 1978) sowie dem semantischen Differential nach Osgood (Osgood, Suci & Tannenbaum, 1957). Dabei konnten zum Teil relativ hohe Uebereinstimmungen festgestellt werden (ueberwiegend r > .50), insbesondere zwischen SYMLOG-Ratings und -Signierungen (.68 < = r < = .91). Die Hoehe dieser Zusammenhaenge konnte jedoch in einer anderen Untersuchung nicht repliziert werden (Wunder, 1987a, 1987b). Trotz Untersuchungsergebnissen, nach denen die Gueltigkeit retrospektiver Ratings durch systematische Wahrnehmungstendenzen der Rater eingeschraenkt wird (D'Andrade, 1974), zeigen sich bei SYMLOG zwischen Post-hoc-Ratings und simultanen Ratings hohe Uebereinstimmungen.

Zahlreiche weitere Untersuchungsergebnisse, auf die hier nicht im einzelnen eingegangen werden kann, werden im Sammelbband von Bales und Cohen (1982) eroertert (siehe auch die in PSYNDEX dokumentierten deutschsprachigen Untersuchungen mit SYMLOG).
 

Normierung

Keine Angaben.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Mit SYMLOG koennen alle moeglichen Gruppen analysiert werden, der bevorzugte Anwendungsbereich liegt jedoch bei natuerlichen Kleingruppen wie der Familie, Teams oder Schulklassen, in denen die individuellen Merkmale der Gruppenteilnehmer und ihre Beziehungen zueinander interessieren. Das System ist dabei sehr flexibel: Es kann sowohl von nur einer Person mit Hilfe des SYMLOG-Adjektiv-Ratingbogens zur Analyse einer einzigen Gruppe durchgefuehrt werden oder von allen Gruppenmitgliedern in gegenseitigen Post-hoc-Ratings, wie auch von einer ganzen Beobachtungsgruppe mit der simultan zum Gruppengeschehen ablaufenden SYMLOG-Interaktionssignierung. Aufwendige technische Hilfsmittel (Tonband, Videogeraete) sind nicht unbedingt erforderlich. Auswirkungen von bestimmten Gespraechsinhalten auf die Beziehungen zwischen Personen oder zum Ausdruck gebrachte Einstellungen lassen sich allerdings nur ueber die aufwendige SYMLOG-Interaktionssignierung erfassen. Daneben wird aber auch die Wahrnehmungsfaehigkeit auf Seiten des Beobachters verbessert, so dass er in der Lage ist, der Gruppe ein konstruktives Feedback zu geben.

Beide Methoden, Rating und Signierung, liefern zwar sich zum Teil ueberschneidende, aber auch einander ergaenzende Informationen ueber den Gruppenprozess und koennen so keinesfalls als austauschbar betrachtet werden. Bevorzugtes Anwendungsgebiet waehrend der Entwicklung war die Selbstanalyse einer Gruppe (Therapiegruppen, gruppenpsychologische Studiengruppen, Umschulungs- und Trainingsgruppen). Deutschsprachige Anwendungen liegen ebenfalls in diesem Bereich (Schneider & Becker-Beck, 1988; Schneider & Kohler, 1989), im klinisch-therapeutischen Bereich (Schneider & Becker, 1985; Schneider-Dueker, 1989; Wietersheim, Wietersheim, Jantschek & Jantschek, 1991), in der Organisationsentwicklung (Fassheber & Terjung, 1986, 1988; Schneider, 1984), der Kleingruppenforschung (Scharpf & Fisch, 1989), der Personenwahrnehmung (Becker, 1987; Krohn, 1986), aber auch bei der Analyse alltagsprachlicher und literarischer Beschreibungen sozialer Interaktionen (Diehl-Becker, 1987; Orlik, 1987; Schneider, 1989). Grosse Entwicklungsmoeglichkeiten fuer SYMLOG sieht Bales (1982) in der Familientherapie und -forschung (Finke, 1978; Kroeger, Drinkmann, Becker & Petzold, 1988; Kroeger, Drinkmann, Schneider & Petzold, 1987; Kroeger, Drinkmann, Schneider, Schmidt-Rinke & Petzold, 1989). Nowak (1989) versteht den SYMLOG-Ansatz als ein allgemeines Rahmenmodell zur Beschreibung und Analyse sozialer Interaktionsprozesse in Gruppen.
 

Bewertung

Die sich ueber eine lange Zeit und viele Untersuchungen hinziehende Entwicklung des Verfahrens und seine Komplexitaet bringen es wohl mit sich, dass die Darstellung durch die Autoren (Bales & Cohen, 1982), die ja auf eine ueber 30jaehrige Arbeit mit SYMLOG zurueckblicken koennen und ueber eine entsprechende Vertautheit mit der Materie verfuegen, auf den 771 Seiten des Buches zum Teil sehr unuebersichtlich ausfaellt. Seine Durcharbeitung duerfte wohl eine wochenlange Beschaeftigung mit sich bringen, abgesehen von der Zeit und dem Aufwand, sich mit den Beurteilungskategorien fuer die Signierung ausreichend bekannt zu machen. Von daher ist es gut zu ueberlegen, ob der Aufwand fuer die Einarbeitung in das SYMLOG-System und das Training der Interaktionssignierung die mit SYMLOG erzielten Ergebnisse rechtfertigen und ob man nicht unter Umstaenden ein oekonomischeres Verfahren vorziehen sollte oder sich lediglich auf das Adjektiv-Rating beschraenkt. Ausserdem empfiehlt es sich, auf knappere Darstellungen zurueckzugreifen, wenn man sich einen ersten Eindruck ueber das Verfahren bilden will (z.B. Nowack, 1989).

Orlik (1989b, S. 221) betrachtet SYMLOG allerdings als "das zur Zeit brauchbarste Instrumentarium fuer die Analyse lebensechter Interaktionen". Einen wesentlichen Vorteil gegenueber anderen Verfahren sieht er darin, dass die von "naiven" Beobachtern stammenden Informationen ebenso zu verwerten sind, wie die von wissenschaftlichen Experten. "Theoriegeleitete Beobachtung und Common-sense koennen somit in einen fruchtbaren Vergleich gebracht werden".
 

Literatur

  • Abelson, R.P., Aronson, E., McGuire, W.J., Newcomb, T.M., Rosenberg, M.J. & Tannenbaum, P.H. (Hrsg.).(1968). Theories of cognitive consistency: A sourcebook. Chicago: Rand McNally.
  • Bales, R.F. (1950). Interaction Process Analysis. Chicago: University of Chicago Press.
  • Bales, R.F. (1970). Personality and interpersonal behavior. New York: Holt, Rinehart & Winston.
  • Bales, R.F. (1982). Systematische mehrstufige Feldtheorie. In R.F. Bales & S.P. Cohen (Hrsg.), SYMLOG. Ein System fuer die mehrstufige Beobachtung von Gruppen (S. 33-253). Stuttgart: Klett-Cotta.
  • Bales, R.F. & Cohen, S.P. (Hrsg.).(1982). SYMLOG. Ein System fuer die mehrstufige Beobachtung von Gruppen. Stuttgart: Klett-Cotta. (Original erschienen 1979: Symlog. A manual for the case study of groups)
  • Becker, U. (1987). Personwahrnehmung und Selbstkonzept. Frankfurt: Lang.
  • Becker-Beck, U. (1991). Methodenentwicklung in der Interaktionsprozessdiagnostik: Eine Weiterentwicklung der SYMLOG-Interaktionskodierung unter besonderer Beruecksichtigung der Inhaltsebene (Arbeiten der Fachrichtung Psychologie, Nr. 162). Saarbruecken: Universitaet des Saarlandes, Fachbereich Sozial- und Umweltwissenschaften, Fachrichtung Psychologie.
  • Becker-Beck, U. & Schneider, J.F. (1988). Untersuchungen zur psychometrischen Qualitaet des SYMLOG-Beurteilungsbogens zum Sozialverhalten, Form D2 (Arbeiten der Fachrichtung Psychologie, Nr. 128). Saarbruecken: Universitaet des Saarlandes, Fachbereich Sozial- und Umweltwissenschaften, Fachrichtung Psychologie.
  • Cartwright, D. & Zander A. (1968). Group dynamics, research, and theory (3rd ed.). New York: Harper & Row.
  • Cohen, S.P. (1982). Eine vergleichende Untersuchung von SYMLOG-Adjektiv-Ratings und SYMLOG-Interaktionssignierung. In R.F. Bales & S.P. Cohen (Hrsg.), SYMLOG. Ein System fuer die mehrstufige Beobachtung von Gruppen (S. 357-442). Stuttgart: Klett-Cotta.
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  • Fassheber, P. & Terjung, B. (1988). SYMLOG team diagnostics as organizational development. In R.B. Polley, A.P. Hare & P.J. Stone (Eds.), The SYMLOG practitioner. Applications of small group research (pp. 99-115). New York: Praeger.
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  • Freud, S. (1968). Die Traumdeutung. Gesammelte Werke in Einzelbaenden, Band 2 (zuerst 1900). Frankfurt a.M.: Fischer.
  • Freud, S. (1969). Neue Folge der Vorlesungen zur Einfuehrung in die Psychoanalyse. Gesammelte Werke in Einzelbaenden, Band 15 (zuerst 1933). Frankfurt a.M.: Fischer.
  • Goetzmann, W., Schneider, J.F. & Orlik, P. (1982). Beurteilung von SYMLOG-Kodierleistungen. Ein standardisiertes Verfahren zur Trainingskontrolle (Arbeiten der Fachrichtung Psychologie, 82). Saarbruecken: Universitaet des Saarlandes, Fachrichtung Psychologie.
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  • Kroeger, F., Drinkmann, A., Schneider, J.F. & Petzold, E. (1987). Family diagnosis: SYMLOG as an instrument for measuring family interaction and perception structures through internal and external rating. International Journal of Small Group Research, 3, 231-233.
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  • Wish, M. (1978). Measuring the dimensions of interpersonal communication. Murray Hill (New Jersey 07974): Bell Laboratories.
  • Wunder, K. (1987a). A comparison between ratings and scorings in the SYMLOG approach. International Journal of Small Group Research, 3, 126-138.
  • Wunder, K. (1987b). SYMLOG interactions scorings and ratings in a multidimension multimethod analysis. International Journal of Small Group Research, 3, 245-249.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Fisch, R. & Beck, D. (2000). Kultur der Zusammenarbeit als Teil der Organisationskultur - Möglichkeiten der Diagnose und Entwicklung mit Hilfe des SYMLOG-Ansatzes. In D. Wälte & F. Kröger (Hrsg.), Interventionsforschung mit dem SYMLOG-Methodeninventar (S. 177-199). Frankfurt: Verlag für akademische Schriften.
  • Fisch, R. & Beck, D. (2003). Teamdiagnose und -entwicklung im Rahmen des SYMLOG-Ansatzes. In S. Stumpf & A. Thomas (Hrsg.), Teamarbeit und Entwicklung (S. 341-355). Göttingen: Hogrefe.
  • Hare, S. & Hare, A.P. (Eds.). (1996). SYMLOG field theory: Organizational consultation, value differences, personality and social perception. New York: Praeger.
  • Heinze, F. & Farwer, H.(2009). Beobachtung mit SYMLOG. In S. Kühl, P. Strodtholz & A. Taffertshofer (Hrsg.), Handbuch Methoden der Organisationsforschung. Quantitative und Qualitative Methoden (S. 600-625). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Scherm, M. (2001). Gruppendiagnostik: Interaktion nach SYMLOG und Persönlichkeit. In E.H. Witte (Hrsg.), Leistungsverbesserungen in aufgabenorientierten Kleingruppen. Beiträge des 15. Hamburger Symposions zur Methodologie der Sozialpsychologie (S. 95-111). Lengerich: Pabst.
  • Tschuschke, V. (2005). SYMLOG. System for Multiple Level Observation of Groups. (System für die mehrstufige Beobachtung von Gruppen). In B. Strauß & J. Schumacher (Hrsg.), Klinische Interviews und Ratingskalen (S. 459-463). Göttingen: Hogrefe.
  • Wälte, D. & Kröger, F. (Hrsg.). (2000). Interaktionsforschung mit dem SYMLOG-Methodeninventar - Theorie und Praxis. Frankfurt am Main: Verlag für Akademische Schriften VAS.
 

Originalfassung/Anderssprachige Fassungen

  • Bales, R.F. & Cohen, S.P. (Eds.). (1979). Symlog. A manual for the case study of groups. New York: McMillan.
 
 Manfred Eberwein (02.06.1992)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Observation Methods; Questionnaires; Adjectives; Rating; Clinical Psychology; Group Structure; Group Dynamics; Social Groups; Social Interaction; Interpersonal Interaction; Behavior; Cognitions

Klassische Testtheorie; Beobachtungsmethoden; Fragebögen; Adjektive; Rating; Klinische Psychologie; Gruppenstruktur; Gruppendynamik; Soziale Gruppen; Soziale Interaktion; Interpersonale Interaktion; Verhalten; Kognitionen (Denkinhalte)

 weitere Schlagworte:

1989; Kleingruppenforschung; Werturteile; SYMLOG
 Klassifikation:

Forschungsmethoden und Versuchsplanung; Gruppendynamik und interpersonelle Prozesse
Verfahren zur Erfassung von Interaktionen; Beobachtungsverfahren für die Partnerbeziehung und die Familie
12.3; 7.4.5
 Anwendungstyp: Group Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Other Publication (90; 922)
 Sprache: German
 Übersetzungen: English
 Land: United States
 Publikationsjahr: 1982
 Änderungsdatum: 201006
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